Die Zwingli-Kirche muss sich zwingend neu erfinden

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Zeitungsartikel SN 130503 Zwingli Kirchgemeindeversammlung (Foto: Heinz Lacher)
Die kirchliche Strukturreform prägte die Jahresversammlung der Kirchgemeinde Zwingli.
Heinz Lacher,
Lesen sie hier den Zeitungsartikel zur Kirchgemeindeversammlung der Kirchgemeinde Zwingli und erfahren sie warum die Kirchgemeinde Zwingli in ihrer heutigen Konstellation wohl keine Überlebenschancen hat.

» Zeitungsartikel SN 3. Mai 2013

An der Versammlung fokusierten wir für einmal den Blick auf uns selbst - auf die Kirchgemeinde Zwingli. Wo stehen wir heute?
Pfr. Wolfram Kötter zeigte anhand einer Präsentation mit Diagrammen, dass wir aufgrund der Altersstruktur und der sinkenden Mitgliederzahlen sozusagen aus zweierlei Gründen uns zwingend verändern müssen. Pointiert würde Lacher sagen, wir sind eine kinderlose Singlegemeinde, 1420 Mitglieder fallen auf rund 1050 Haushalte.
Heinz Lacher berichtet weiter, dass der Kirchenstand, unsere Synodevertretungen, alle Schlüsselpersonen unserer Mitarbeiter (Pfarrpersonen, Sozialdiakonin, Sekretariat, Katechetinnen), am 9. März eine Klausur hatten und über Mögliches und Unmögliches beraten, diskutiert und Zukunftsideen für die Kirche hier an unserm Wohnort entworfen haben.
Ergebnisse dieser Klausur sind:
• Oberste Priorität hat eine enge Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden Münster/St.Johann.
• Gründe für diese Priorität waren:
- Die Zusammengehörigkeit im Stadtverband
- Die Wurzeln der Kirchgemeinde Zwingli sind im Münster
- Mögliche Veränderungen oder Zusammenlegungen der Gemeindegrenzen könnten neue Perspektiven für die Angestellten und das Aufgabenspektrum ergeben
- Auf Verbandsebene sehen wir die Möglichkeiten, Kirchgemeinden bzw. Predigtstätten mit einem deutlich erkennbaren Profil zu schaffen – das heisst: die Zwinglikirche bleibt in jedem Fall Gottesdienstort

Bereits im Vorfeld der Kirchgemeindeversammlung konnten Fragen und Anliegen aufgeschrieben werden. Diese Gelegenheit wurde reichlich genutzt und so kamen viele Fragen zur Sprache. Sozialdiakonin Nathalie Schneider hat die eingegangenen Fragen vorgetragen und Heinz Lacher konnte diese ad hock beantworten. Erwähnenswert ist:
• Insbesondere wollten die Kirchgemeindemitglieder vertieft nachfragen und wissen ob auch eine Fusion zwischen St. Johann, Münster und Zwingli denkbar ist. Der Gedanke, dass so eine neue, grosse Kirchgemeinde entstehen könnte wurde von den Teilnehmern selbst erkannt und mit Interesse zur Kenntnis genommen. Es wurde selbst geäussert, dass man sich dies vorstellen könnte.
• Ebenso wurde diskutiert, wie lange wir wohl als eigenständige Kirchgemeinde überleben würden und wie sinnvoll dies überhaupt ist.
• Auch die Kirchensteuer wurde hinterfragt und nach einer allfälligen Erhöhung erkundigt. Momentan ist eine Erhöhung jedoch kein Thema.
• Die zusätzliche Sparbemühung der Politiker, welche mit ESH3 zusätzliche Kirchengelder sparen wollen wurde mit kritischem Unterton in Frage gestellt.

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