Hemmental

Zahnärzte gibt es nicht!

Unter all den Glückwunschkarten, die sich bei uns zum Jahreswechsel ansammelten, fand sich eine mit einer kühnen Behauptung, nämlich der, dass es keine Zahnärzte gebe. Wie kommt jemand auf so eine abstruse Idee?

Dieser seltsame Neujahrsgruss war verbunden mit einer Geschichte. Die ging etwa so:

Da sass eine Jugendliche auf dem Zahnarztstuhl. Bekanntlich ist man da ziemlich wehrlos, hat irgendwelche Utensilien im Mund, vielleicht ein Kilo dieser beliebten Paste um einen hübschen Gebissabdruck zu erzeugen; man ist froh noch Luft zu bekommen und die Reflexe der Speiseröhre unter Kontrolle halten zu können.

Solcherart ausser Gefecht gesetzt bekam diese Jugendliche ein Gespräch zwischen Zahnarzt und Assistentin zu hören. Es lief darauf hinaus, dass der Zahnarzt im Gegensatz zu seiner Assistentin nicht glauben mochte, dass Gott existiert.
„Warum nicht?“, wollte die Assistentin wissen.
Man brauche nur auf die Strasse zu gehen, meinte der Zahnarzt. All die Armut, das Elend, all die Kriege und das Leid in der Welt. Gäbe es einen Gott, könnte er das alles doch gar nicht zulassen.

Weder die Assistentin, die den Mund frei hatte, noch die Patientin, die zur Sprachlosigkeit verurteilt war, wussten im Moment etwas darauf zu entgegnen.

Glücklich aus der Praxis entlassen wurde die Jugendliche von einem Bettler angesprochen. Ein älterer Mann. Ob sie einen „Schtutz“ für ihn hätte. Als er den Mund öffnete, zeigte sich ein Gebiss, das jeder Beschreibung spottete: lückenhaft, verzahnsteinert, von Fäulnis zerstört.

Sie überredete den Mann sie zu begleiten und kehrte mit ihm im Schlepptau in die Praxis zurück, wo sie dem verblüfften Zahnarzt erklärte:

„Wissen Sie, was ich herausgefunden habe? Zahnärzte gibt es gar nicht!“

„Was erzählen Sie da für einen Quatsch?“, entrüstete sich der Zahnarzt. „Gerade eben habe ich Sie behandelt, ich stehe hier vor Ihnen, ich bin Zahnarzt! Was soll das Geschwätz also?“

Doch die jugendliche Patientin blieb dabei: „Es kann keine Zahnärzte geben. Gäbe es Zahnärzte, würde man nicht Menschen mit einem Gebiss sehen, wie bei diesem armen Mann hier. Zahnärzte würden das doch niemals zulassen!“

„Nun machen Sie aber einen Punkt. Natürlich gibt es Zahnärzte. Der Beweis ist, dass ich einer bin. Die Leute müssten halt mit ihren Zahnproblemen erst mal zu mir kommen. Das liegt dann nicht an mir. Ich zwinge niemanden.“

„Ja, genau!“, meinte da die junge Frau. „Es ist bei Gott genauso. Das Problem ist, dass die Menschen nicht zu ihm kommen!“

Die Geschichte aus dem Neujahrsgruss geht noch weiter, aber für meinen Geschmack wäre das gar nicht mehr nötig. Man kann ja zu ihm kommen: Zu einem Gott, der Liebe ist; der sich nicht zu schade ist in die Welt zu kommen, unter einfachen Menschen zu leben und ihnen in Wort und Tat zu zeigen, wie Liebe zum Leitstern eines erfüllten und sinnvollen Lebens werden kann.

Er nimmt uns die Verantwortung nicht ab. Er bietet keine entlastende Erklärung für den Zustand der Welt, die uns dann elegant aus der Verantwortung entliesse. Er gibt uns einen freien Willen. Wir können Elend verursachen, einfach zuschauen oder etwas dagegen tun. So gesehen scheint es doch etwas ungerecht, wenn man die Welt betrachtet und dann nicht mehr an Gott glauben mag. Eigentlich müsste man bei Betrachtung der Welt manchmal eher den Glauben an die Menschheit verlieren. Und doch glaubt Gott an uns. Dass es für uns Hoffnung gibt. Dass wir zum Frieden fähig sind. Dass die Menschheit irgendwann seinem göttlichen Wesen gleichgestaltet sein wird und ganz in der Liebe lebt.

Da bleibt noch viel zu lernen. Es ist für ein Kind leicht, den Teddy zu lieben. Er ist kuschelig, weich, schaut immer treuherzig, niemals regt er sich auf, niemals schimpft er. Es ist für Erwachsene leicht die Blumen im Garten zu lieben oder die herzigen Kinder: Sie sind bestimmt zu wachsen, grösser zu werden, einen eigenen freien Willen zu entwickeln, ihre Meinung kundzutun. Menschen werden erwachsen. Plötzlich sind wir nicht mehr so herzig, haben eine eigene Meinung, die nicht allen anderen gefallen muss, haben Ecken und Kanten. Ja, und dann zeigt sich, was unsere Liebe wert ist, dann muss sie sich bewähren. Das ist dann nicht mehr in jedem Fall so einfach.

Teddybären und kleine Kätzchen lieben ist keine grosse Kunst. Aber die Menschen so nehmen, wie sie sind, und sie vielleicht sogar lieben: Das ist die Herausforderung der Zukunft.
Die Hemmentaler Wappenscheibe

Die Hemmentaler Wappenscheibe

Kirche im Winter

Kirche im Winter

Ural Kosaken Chor

Ural Kosaken Chor

Kirchgemeinde Die Kirchgemeinde Hemmental ist mit ihren 360 Mitgliedern eine der kleineren im Kanton Schaffhausen. Dorf und Kirche liegen geschützt zwischen den Randenhügeln eingebettet im lang gezogenen Tal.

Die Kirche, einst dem heiligen Nikolaus von Myra geweiht, ist rund 900 Jahre alt. Vom mittelalterlichen Freskenschmuck sind noch zwei Szenen aus der Nikolauslegende erhalten: Die Rettung der drei unschuldig verurteilten Jünglinge und der Tod des Nikolaus.
In Anlehnung an die Freskenbilder wurden in den Dreissigerjahren des 20. Jahrhunderts zwei Rundbogenfenster mit den Bildnissen des Nikolaus sowie des Statthalters Eustachius ausgestattet.

Neben der Kirche steht das 1915 erbaute Pfarrhaus, in dessen Erdgeschoss ein gemütlicher Raum für Unterricht, Kurse, Sitzungen und Musikstunden zur Verfügung steht.

Die Kirchenmitglieder werden in erster Linie durch das monatlich erscheinende Hemmentaler Kirchenblatt über Anlässe informiert. Dieses ist über das Pfarramt erhältlich. Berichte über das kirchliche Leben erscheinen vierteljährlich auch im Mitteilungsblatt des Dorfvereins, der Hämedaler Poscht.
Gottesdienste im Januar 01. Januar, 19.30: NEUJAHRSGOTTESDIENST am Abend
Orgel: Doris Klingler
Kollekte: Aktion der Christen zur Abschaffung der Folter, ACAT

08. Januar, 10.00: GOTTESDIENST
mit Pfarrerin Karin Marterer
Orgel: Doris Klingler
Kollekte: cerebral

15. Januar, 10.00: FAMILIENGOTTESDIENST
mit Taufe von Fabian Leu, Thayngen
Orgel: Jürg Schneebeli
Kollekte: HEKS
anschliessend Kirchenkaffee

22. Januar, 10.00: ÖKUMENISCHER GOTTESDIENST
mit der römisch-katholischen Pfarrei St. Maria
Orgel: Doris Klingler
Kollekte: Ökumenische Hochschule Bossey
anschliessend Apéro

29. Januar, 10.00: GOTTESDIENST
mit Pfarrerin Karin Marterer
Orgel: Jürg Schneebeli
Kollekte: Evangelische Lepramission

Weiteres Kirchenkonzert

08. Januar, 17.00, Konzert des Ural Kosaken Chors in der Kirche St. Nikolaus; Eintritt frei, Kollekte

Jugendgottesdienst

22. Januar, 19.00, im Pfarrhaus

Sunntigschuel

08. und 22. Januar, 10.00, im Pfarrhaus

Morgengebet

12. und 26. Januar, 06.30 , in der Kirche

Seniorennachmittag

18. Januar, 14.00, im Pfarrhaus, mit Monika Schmid: Bachblüten - die sanften Helfer aus der Natur

Kurs

Geschichte des Alten Israel und seine Texte: Freitag, 27. Januar, 18.30 im Pfarrhaus
Kirchenwitze Der Pfarrer klingelt an einer Haustür.
Aus der Gegensprechanlage tönt es:
„Bist du es, mein Engel?“
„Nein“, sagt der Pfarrer, „aber ich bin von derselben Firma.“


* * *

Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, scheint Humor gehabt zu haben, wie sein Gottesbeweis zeigt:

Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.

Und die Grabinschrift, die er für sich verfasst hatte:

Hier liegt der Leib des B. Franklin, Buchdrucker, gleich dem Deckel eines alten Buches, aus dem der Inhalt herausgenommen, und der seiner Inschrift und Vergoldung beraubt ist, eine Speise für die Würmer;
doch wird das Werk nicht verloren gehen, sondern, wie er glaubt, dereinst wieder erscheinen, in einer neuen & sehr schönen Ausgabe, durchgesehen und verbessert vom Autor.



* * *

Eine Kirchenbesucherin kommt in tiefer Not zur Kirchenstandspräsidentin:
„Ich habe seit einiger Zeit starke Glaubenszweifel!“
„Haben Sie denn schon mit unserem Pfarrer gesprochen?“
„Nein, sie kamen von ganz alleine!“

* * *

Frau Runkelhuber kommt in den Himmel.
Petrus empfängt sie mit den Worten: „Wer hier neu ankommt, darf sich etwas wünschen.“
Da sagt Frau Runkelhuber: „Ich möchte meinen Mann sehen.“
„Besondere Kennzeichen?“, fragt Petrus.
„Ja“, meint Frau Runkelhuber, „er versprach vor seinem Tod, sich immer dann im Grabe herumzudrehen, wenn ich ihn betrüge.“
„Ach so“, sagt Petrus und ruft: „Hol mal einer den Wirbel-Sepp."

* * *

Runkelhuber hat schon lange Mühe die Predigt zu verstehen. Das Gehör ist einfach nicht mehr wie früher. Doch eines Tages kommt er strahlend zum Pfarrer:
„Also, Herr Pfarrer, mit meinem neuen Hörgerät höre ich wieder wie ein Luchs; da entgeht mir auch nicht das leiseste Flüstern von der Kanzel!“
„Toll“, meint der Pfarrer, „was hat das denn gekostet?“
Und Runkelhuber antwortet freundlich:
„Diesen Moment halb elf.“


* * *

Jahrelang hat der Gefängnispfarrer den Runkelhuber im Knast besucht. Nun ist die Strafe abgesessen. Unter dem Tor schüttelt man sich die Hand.
„Runkelhuber“, spricht der Pfarrer, „auch wenn Sie nun draussen sind: Sie können immer auf meine Unterstützung zählen!“
Doch Runkelhuber winkt ab:
„Sie stellen sich das zu einfach vor, Herr Pfarrer… Taschendiebstahl will gelernt sein!“


* * *

Man soll auch mal an die Organisten denken. Hab Organistenwitze gesucht. Die Ausbeute ist mager. Immerhin dies:

- Zwei Spinnen treffen sich in der Kirche. Die eine beklagt sich: „Ich wohne in der Orgel… schrecklich, dieser ewige Durchzug und das Pfeifen!“ Die andere Spinne: „Zieh doch zu mir in den Opferstock; da sind wir völlig ungestört.“

- Und dann war da noch die Frage an den Organisten „Gibt es Ihrer Meinung nach noch wirklich geniale Künstler?“ - Seine Antwort: „Nun, wir sind sehr wenige.“


* * *

Einst auf der Autobahn. Der Raser drückt aufs Gaspedal. 180. 190. Zwischendurch ein Kontrollblick in den Rückspiegel. Was ist das da? Ein Verfolger! Hinter dem Raser rast nicht minder schnell sein Gemeindepfarrer auf dem Velo, erkennbar am schwarzen Talar mit den weissen Beffchen, die ihm im Fahrtwind wild um die Ohren klatschen. Das kann doch nicht sein! Der Raser drückt noch heftiger aufs Pedal, doch der Pfarrer lässt sich nicht abschütteln. Schliesslich lässt der Raser die Scheibe runter und brüllt nach hinten: „So, Herr Pfarrer, ist Ihnen Gottes Kraft in die Beine gefahren?“
„Nein“, schreit der Pfarrer zurück, „der Talar in Ihrer Autotür eingeklemmt!“


* * *

„Ach, Oma, die Trommel, die du mir zu Weihnachten geschenkt hast, die war wirklich das tollste Weihnachtsgeschenk!“
„Jaaa? Das freut mich aber. Spielst du oft darauf?“
„Nein, überhaupt nicht… Mama gibt mir immer fünf Franken, damit ich nicht spiele.“

* * *

Aus der Praxis mit den Zehn Geboten: Mark Twain, der bekannte Schriftsteller, führte eine Dame zu Tisch und machte ihr dabei auch ein Kompliment:
„Wunderbar sehen Sie heute aus, gnädige Frau!“
Nun war die gnädige Frau etwas zickig und erwiderte schnippisch:
„Schade, dass ich Ihnen dieses Kompliment nicht zurückgeben kann!“
Mark Twain antwortete darauf seelenruhig:
„Machen Sie es doch wie ich: Lügen Sie!“

* * *

Zwei Jungen haben auf dem Friedhof Kastanien gesammelt. Nun teilt der eine auf: „Eine für dich, eine für mich, eine für dich...“
Ein alter Mann hört das, kann die Jungen aber durch das dichte Gebüsch nicht sehen. Voller Angst rennt er ins Dorf und schreit: „Der Herrgott und der Teufel teilen sich auf dem Friedhof die Seelen!“
Ein junger Mann geht mit ihm, um ihn zu beruhigen, und nun hören sie beide, starr vor Entsetzen, den Jungen sprechen: „Eine für dich, eine für mich...“
Sie bemerken nicht einmal die zwei Kastanien, die auf sie herabfallen. Das hört aber der Junge, und als er mit dem Zählen fertig ist, sagt er laut: „Pack deine schon mal ein. Wenn ich nun noch die beiden vor dem Zaun hole, haben wir jeder dreiundsechzig!“


* * *

Der Pfarrer beklagt sich beim Vater eines Schülers:
„Stellen Sie sich vor: Ich habe gefragt, wer die vier Evangelisten sind, und keiner wusste es. Schließlich antwortete Ihr Sepp: ‚David und Goliath‘!“
Darauf der Vater: „Na wenigstens hat er zwei davon gewusst!“

* * *

Der Pfarrer versucht, den Kindern den Begriff Barmherzigkeit klar zu machen.
„Also, hört mal zu: Wenn ein Fuhrmann im Heiligen Land, von dem ich euch eben erzählt habe, auf seinen Esel einschlägt, und ich hindere ihn daran, was ist das dann für eine Tugend?“
Einer weiss es: „Bruderliebe, Herr Pfarrer!“

* * *

Der Pfarrer verhaspelt sich im Jugendgottesdienst: „Jesus Christus speiste fünf Menschen mit 5000 Broten und 2000 Fischen!“
Am Sonntag darauf korrigiert er sich: „Jesus speiste natürlich 5000 Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen!“
Dann schaut er in die Runde und sagt zu einem der Kinder: „Das hättest Du wohl nicht geschafft, gell!“
„Aber sicher… mit dem Rest vom letzten Sonntag!“

* * *

Ein schwarz gekleideter Mann klopft an die Himmelstür. Petrus öffnet und fragt:
„Warst Du jemals ungerecht?“
„Ich war Fussball-Schiedsrichter“, meint der Mann, „einmal bei einem Spiel Italien gegen England habe ich Italien einen Elfmeter zugesprochen. Das war falsch.“
„Wie lange ist das her?“
„Etwa 30 Sekunden!“

* * *

„Schon gehööööört? Die Trudi lässt sich scheiden!“
„Ach waaaaaas… dabei tut sie doch immer so religiöööös…“
„Eben eben… sie liebt jetzt ihren Nächsten!“

* * *

Die Kannibalen schleppen einen gefesselten Missionar an.
Vor dem grossen Kochtopf prüft der Häuptling seine Papiere,
hebt kritisch die Augenbrauen und meint:
„Lasst ihn wieder laufen; der Kerl kommt aus einer Grossstadt - zu hoher Bleigehalt!“

* * *

„Wo fehlt’s denn?“ fragt der Arzt den Pfarrer.
„Ich habe immer so furchtbar Kopfweh!“
„Jaaa, das kommt vom vielen fetten Essen.“
„Kann nicht sein, gerade jetzt in der Fastenzeit halte ich strenge Diät.“
„ Dann wird’s der viele Alkohol sein?!“
„Sicher nicht. Ich trinke ja nur Wasser.“
„Aaaber das Rauchen, Herr Pfarrer?“
„Nie und nimmer!“
„Tja, dann bleibt nur noch eines: Ihr Heiligenschein sitzt zu eng!“

* * *

Kohn ist verzweifelt: "Rabbi, ich brauch‘ deinen Rat; meine Frau will mich vergiften!"
Der Rabbi fasst es nicht: "Wie kommst du denn darauf? Bist du sicher?"
Kohn nickt: "Todsicher. Was soll ich nur tun?"
Der Rabbi: "Ich will doch mal mit deiner Frau reden."
Ein paar Tage später. Kohn eilt händeringend zum Rabbi; der meint schulterzuckend:
"Also, ich habe mit ihr gesprochen. Ich an deiner Stelle würde das Gift nehmen!"

* * *

Fragt ein Freund den anderen: „Wie hast Du die Neujahrsnacht verbracht?“
„Wie ein Geschenk.“
„Wie bitte?“
„Na ja, ich hab die ganze Nacht unter dem Christbaum gelegen.“

* * *

Zwei Abergläubige unbekannter Herkunft und Haarfarbe im Gespräch.
Der erste mit bedenklicher Miene: „Dieses Jahr fällt Weihnachten auf einen Freitag…“
Der zweite, sichtlich geschockt: „Hoffentlich nicht auf den 13.!“

* * *

Ein Christ und ein Atheist treffen sich.
Der Christ fragt: „Was bedeutet dir Jesus?“
Der Atheist antwortet: „Ach… der ist für mich gestorben.“
Darauf der Christ: „Komisch, für mich auch.“

* * *

Hayato war nicht dumm. Keineswegs. Er konnte die Namen sämtlicher Pokemons auswendig hersagen und kannte exakt die Bedeutung einer jeden Yugioh-Karte. Auch faul war er nicht. Er spielte Fussball mit guten Kollegen und prügelte sich mit weniger guten. Zum Lernen war da wenig Zeit. Hausaufgaben reizten ihn nicht. Insbesondere Mathematik hasste er von Herzensgrund.
Seine Eltern hatten schon alles versucht. Zureden. Belohnen. Drohen. Stützunterricht. Nichts half. In ihrer Verzweiflung befolgten sie schliesslich den Rat einer Nachbarin:
„Schickt doch den Hayato auf die katholische Klosterschule!“
So kam es. Und: Oh, Wunder! Hayato kam nach dem ersten Schulmorgen nach Hause, verschwand beunruhigt in sein Zimmer, breitete Papiere aus und lernte. Keine Rede mehr von Pokemonkarten oder Fussball. Fast zu oft sass er nun mit bedenklicher Miene über seinen Büchern.
Das Schuljahr neigte sich dem Ende zu. Hayato brachte das Zeugnis nach Hause. Die Mutter machte grosse Augen: Eine Sechs in Mathematik!
„Hayato!“ rief sie, „Das ist ja grossartig! Waren das die Nonnen?“
„Tja“, gestand der Sohn, „als ich am ersten Tag den Typen sah, den sie ans Pluszeichen genagelt hatten, da wusste ich: In einer Klosterschule verstehen die keinen Spass!“

* * *

Drei Söhne verliessen ihr Zuhause. Jeder ging seinen eigenen Weg. Jeder war erfolgreich. Als sie sich wieder einmal trafen, erzählten sie einander, was sie für ihre alte Mutter getan hatten.
Fritz berichtete: „Ich habe ein grosses Haus für unsere Mutter gebaut.“
Kurt sagte: „Ich habe ihr einen Mercedes mit Chauffeur spendiert.“
Schliesslich Daniel: „Ich habe euch beide übertroffen. Mama las immer so gerne in der Bibel. Und jetzt sieht sie nicht mehr so gut. Ich habe ihr einen einzigartigen Papageien geschenkt. Der wurde drei Jahre lang von den besten Theologen trainiert. Jetzt kann er ihr die ganze Bibel auswendig rezitieren!“
Jeder Sohn erhielt von der Mutter einen Dankesbrief.
„Lieber Fritz“, schrieb sie ihrem ersten Sohn, „das Haus ist wunderschön, aber viel zu gross für mich.“
„Lieber Kurt, “ schrieb sie dem zweiten, „vielen Dank für das Auto, auch wenn es meist in der Garage steht und der Chauffeur sich schrecklich langweilt.“
„Liebster Daniel“, schrieb die Mutter ihrem dritten Sohn, „ du verstehst die Wünsche einer alten Frau: Das Poulet war köstlich!“

* * *

Pfarrers Kinder sind manchmal etwas wild. Auch in den Ferien, dieses Jahr in Pisa.
Man besichtigt den Dom. Plötzlich stehen die Kinder mit bedenklichen Mienen vor dem Vater:
„Papaaaa… der komische Turm da hinten… wir ähh…“
Der Pfarrer beruhigt die Sprösslinge:
„Dieses Mal könnt ihr nichts dafür. Dieser Turm war schon immer schief.“
„Ach so! Du meinst, der wäre auch sonst umgefallen.“

* * *

Im Religionsunterricht erzählt der Lehrer die Geschichte von Jona und dem Wal: „Ja, und dann kam dieser riiiesen Wal und verschlang Jona und spuckte ihn dann da, wo er hin sollte, wieder aus...“ Am Schluss der Stunde fügt er noch hinzu: „Ihr wisst ja, das ist so eine Geschichte, die steht in der Bibel. Die muss man nicht unbedingt glauben.“
Aber Susi sagt voller Überzeugung: „Herr Lehrer, ich glaube aber daran, dass das wirklich passiert ist.“
Der Lehrer: „Najaaa, du weisst ja... das steht in der Bibel. Das muss nicht alles unbedingt stimmen, was da so geschrieben ist.“
Susi: „Na gut, dann werd ich den Jona halt fragen, wenn ich in den Himmel komme!“
Der Lehrer fragt: „Und wenn er nicht im Himmel ist... Was ist, wenn er in die Hölle gekommen ist?“
Susi: „Dann fragen eben Sie!“
Adressen KIRCHENSTAND UND PFARRAMT

Kirchenstandspräsidentin
Gisela Hatt
Gehrenhalde 45
8231 Hemmental
052 685 43 18

Kirchenpflegerin
Angelika Leu
Hauptstrasse 52
8231 Hemmental
052 685 42 08

OeME
Matthias Müller
Langwiesen 20
8231 Hemmental
052 624 39 08

Unterricht, Kinder- und Jugendarbeit
Brigitte Leu
Mettlerhof 34
8231 Hemmental
052 685 42 91

Erwachsene, Senioren
Beatrice Leu
Hauptstrasse 39
8231 Hemmental
052 685 41 00

Liegenschaften
Felix Leu
Hauptstrasse 36
8231 Hemmental
052 685 42 69

Pfarramt, Aktuar
Beat Wanner
Schlattergarten 10
8231 Hemmental
052 685 42 55

KIRCHGEMEINDEPRÄSIDENT

Felix Leu
Haupstrasse 36
8231 Hemmental
052 685 42 69

KATECHETIN

Claudia Schmid
Rietackerstrasse 12
8235 Lohn
052 649 17 63

SUNNTIGSCHUEL

Daniela Guida
Hochrahn 46
8231 Hemmental
052 685 10 40

Sandra Schöpfer
Hauptstrasse 30
8231 Hemmental
052 685 43 35

Karin Wanner
Schlattergarten 10
8231 Hemmental
052 685 42 55

MESMER

Caroline Schneidewind
Hochrahn 44
8231 Hemmental
052 685 15 63

Christian Schopfer
Hauptstrasse 54
8231 Hemmental
052 685 40 47
Email ans Pfarramt hemmental@ref-sh.ch
WeblinkMehr Informationen über Hemmental finden Sie hier.
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Autor: Beat Wanner     bereitgestellt: 04.01.2012     Besuche: 30 Monat
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