Unterwegs mit dem Apfelzügle
Ein grosses Erlebnis mit viel Gerüttel und Geschüttel war die Fahrt mit dem Apfelzügle durch die ausgedehnten Apfelanlagen beim deutschen Lippersreute.
Markus Sieber,
Der diesjährige Seniorenausflug begann mit viel Pech. Zuerst hatten wir einen zu kleinen Bus bestellt und konnten glücklicherweise von der Firma Rattin noch einen grösseren bekommen (jetzt waren wir mit 'Kadetten' angeschrieben), dann kam ein langer Aufenthalt am Zoll, weil sie dort irgendwelche Probleme mit ihrem PC hatten, dazu regnete es leicht und wir mussten wegen unserer Verspätung die Autobahn nehmen. Aber bald besserte sich unsere Stimmung wieder. Bodman am Ueberlingersee war unser erstes Ziel, und da hatte der Regen schon aufgehört. Wir bestiegen das Kursschiff auf dem Ueberlingersee und genossen die Fahrt auf diesem eher unbekannten Teil des Bodensees. Nach einer guten Stunde kamen wir in der schönen Stadt Ueberlingen an und der Bus wartete bereits auf uns. Wir fuhren in die Höhe bis nach Lippersreute, wo uns auf dem Hof-Neuhaus schon ein wunderbares Mittagessen erwartete. Süssen und sauren Most gab es dazu gratis, soviel wir wollten. Dann kam das grosse Abenteuer mit dem Apfelzügle und rechtzeitig kam das schöne Wetter. Wir wurden in Anhängerwagen mit Obstkisten gesetzt und ein Traktor zog den langen Zug durch die Apfelanlagen und Felder der Gegend. Dazwischen gab es viele interessante Erklärungen über den Obstbau, über die Geschichte der Region oder auch über die Heilwirkungen des Holderstrauchs. Die zwei Stunden waren abwechslungsreich und schnell vorbei. Gut durchgeschüttelt kamen wir wieder auf dem Hof an, wo Kaffee und Kuchen auf uns wartete, und wo wir nochmals im Bauernladen einkaufen konnten, bevor wir die Rückfahrt nach Schaffhausen diesmal auf Nebenwegen unter die Räder nahmen. Im Sonnenschein kehrten wir glücklich zurück und hatten den schwierigen Anfang unseres Ausflugs schon vergessen.
