201.211

Gelübde, Inpflichtnahmen, Merkblatt
201.211
Evang.-ref. Kirche Kanton Schaffhausen

Merkblatt Inpflichtnahmen und Gelübde

(Gelübde, Inpflichtnahmen, Merkblatt)
vom 15. Mai 2007
Das Wichtigste zum handlichen Gebrauch, herausgegeben vom Kirchenrat gemäss Dekret der Synode über die Gelübde vom 29. November 2006
A. Gelübde
§ 1.
Einleitung
201.2101 Das Wichtigste zum handlichen Gebrauch, herausgegeben vom Kirchenrat gemäss Dekret der Synode über die Gelübde vom 29. November 2006.
201.210 § 22 Grundfrage (vgl. § 2 des Dekrets:
Variante A: Sind Sie (bist du) bereit, im Auftrag Jesu Christi...
Variante B: Wollen Sie (willst du), im Vertrauen auf Gottes Gnade...
3 - ...als Mitglied der Synode
- ...als Präsidentin des Kirchenrates
- ...als Präsident des Kirchenrates
- ...als Mitglied des Kirchenrates
- ...als Präsidentin, als Präsident Ihrer Kirchgemeinde bzw. Ihres Kirchenstandes
- ...als Mitglied(er) des Kirchenstandes in unserer Gemeinde
- ...als Pfarrerin (dieser Gemeinde)
- ...als Pfarrer (dieser Gemeinde)
- ...als Sozialdiakonin (dieser Gemeinde)
- ...als Sozialdiakon (dieser Gemeinde)
- ...als Organistin, Organist, Kantorin, Kantor
- ...als Mesmerin, Mesmer in unserer Gemeinde...
- ...als Katechetin, Katechet in unserer Gemeinde...
- ...als...
4 Variante A:
- ...in der evangelisch-reformierten Kirche am weltweiten Auftrag mitzuarbeiten und seiner Gemeinde zu dienen?
Variante B:
- ...in der evangelisch-reformierten Kirche mitarbeiten, den Christus seiner Kirche gibt?
5 Antwort:
Variante A: Ja, mit Gottes Hilfe.
Variante B: Ja.
B ) Einleitungen - vom Kirchenrat empfohlen
§ 2.
Einleitungen, Vorbemerkung
201.2101 Damit die Inpflichtnahme nicht als blosse Formalität, sondern als freudiges Zusammenstehen vor Gott erfahren wird, empfiehlt der Kirchenrat, der Frage und Antwort eine kurze liturgische Einleitung voranzustellen.
2 Die folgenden Varianten sind als Vorschläge gedacht.
§ 3.
Variante 1:
1 Liebe Mitchristen, Gott beauftragt Menschen, weil er mit ihnen an seiner Welt arbeiten will. Eine neue Erde unter einem neuen Himmel ist im Kommen. Jesus Christus hat den grossen Anfang zu einem Neuen gesetzt. Er schickt seine Jüngerinnen und Jünger in alle Welt. Wer seinen Namen trägt, ist seine Gesandte, sein Gesandter. Auch Sie wollen sich von ihm in Anspruch nehmen lassen. Zu jedem Menschen, den Christus beauftragt, steht er - unter allen Umständen. So gross ist seine Gnade.
2 Darum erwartet er, dass auch wir zu ihm stehen und zu seiner Gemeinde. Wir können aber unsere Aufgaben heute nicht mehr bewältigen, ohne den Zusammenhang mit der weltweiten Kirche zu bedenken. Wir sind unterwegs zur Einheit aller Christen - in versöhnter Vielfalt - in der Liebe, die Gott schenkt, über alle menschlichen Grenzen hinweg.
3 So frage ich Sie: (Sind Sie bereit.....)
§ 4.
Variante 2:
1 Liebe Mitchristen, Jesus hat seinen Jüngerinnen und Jüngern gesagt: Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass ihm gedient werde, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für die Vielen.
2 So macht uns Christus frei und ruft uns in seinen Dienst.
3 Darum sind wir bereit, Aufgaben in seiner Kirche zu übernehmen. Wir sind bereit, mit freudigem Einsatz die Botschaft seiner Liebe und seines Friedens zu bezeugen.
4 So frage ich Sie: (Sind Sie bereit.....)
§ 5.
Variante 3:
1 Mundarttext - z.B. für Inpflichtnahme der Mitglieder des Kirchenstandes durch dessen Präsidentin bzw. Präsidenten zu Beginn einer Amtsdauer. (Abs. 2 bis 7 gelesen von der Präsidentin bzw. vom Präsidenten).
2 (D Präsidäntin, de Präsidänt:)
Zeerscht zwoo churzi Voorbemärkinge:

1)

d Inpflichtnaam, wo i de Chirche-Oornig vorgsää isch, söll e bewussts und freudigs Zämeschtoo sii vor Gott, bevor mir a d Aarbet gönd.

2)

Schtatt mit em Verschpräche vor Gott "Ja mit Gottes Hilfe", wämmer noch de psinnliche Wort dänn we bim Bätte ali mitenand säge: "Joo, mit diiner Hülff - amen".

3 Liebi Koleeginne und Koleege,
"Vater, dein Wille geschehe" - so bätted mir Chrischte und Chrischtinne ali regelmöössig im "Unser Vater".
4 Sin Wile cha Gott uf dräi Aarte gschää loo:
5 Är hät eerschtens Schpiilregle i sini Schöpfing ine gläit. Au miir sind Täil vo siner Schöpfing. Au i üsem Läbe und im Läbe vo üser Chirchgmeind wüssed mir um Schpiilregle vom Schöpfer. Gott will üüs dervo befräie, da mir mäined, m i i r siged d Härgötter über üüs sälber und über üüsi Mitwält. Nid üüsen, sondern s i n Wile söll gschää.
Mir tööred üüs im Vertraue zo Gott iioordne. -
6 Zwäitens cha Gott sin Wile duresetze, wänn är au t i r ä k t i üsi Wält und i üsers Läbe iigriift dur sini Chraft, dur sin Gäischt. Mir wänd offe sii für s Würke vom Gottesgäischt, wo als lieblichs Lüftli oder als chräftige Wind bloost, won är will. -
7 Di dritt Aart isch s Würke mit eme Wärchzüüg: Gott git üüs Mäntsche sin Uftraag. Jesus hät i sim Läbe, aber au als Uferschtandene en neue Aafang gsetzt. Är schickt Fraue und Manne i d Wält. Au miir ghööred zäme mit de andere Glider vo üser Gmäind zo däne, wo vo Jesus en Uftraag händ. Au miir sind sini Wärchzüüg. Gott cha sin Wile au mit üüs und dur üüs gschää loo.
8 Zo jedem Mäntsch, wo sonen Uftraag hät, schtoot Gott - under allne Umschtänd. So grooss isch siini Güeti. Daa isch s Fundamänt vo üser Aarbet - au im Chircheschtand.
9 So wämmer zämeschtoo und mitenand Joo säge zo däm Uftraag: Joo - Gott - uf dich wämmer vertraue,
- als Mitglider vom Chircheschtand täilnää a dim Wirke
- und mitschaffe am Uftraag, wo Jesus siner Chirche git,
joo mit diiner Hülff.
10 (Alli:)
"Joo, mit diiner Hülff - amen."
Herausgegeben vom Kirchenrat

Schaffhausen, 15. Mai 2007

Im Namen des Kirchenrates:
Die Präsidentin: Dr. Silvia Pfeiffer
Der Sekretär: Pfr. Beat Wanner