Heinz Lacher

Be-GREIF-bar - Skulpturen von Walter Green

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Plakat

Unter dem Titel „Be-GREIF-bar“ werden in der Zwinglikirche Schaffhausen vom 24. August bis zum 28. September Skulpturen des Künstlers Walter Green zu sehen sein. Diese „Skulpturen zum Befassen“ laden ein über das Werden und Vergehen, über die Endlichkeit und die Ewigkeit, aber auch über das Mensch-Sein an sich nachzudenken.

Die Ausstellung ist Dienstag bis Freitag in der Zeit von 16:00 - 19:00 Uhr und Samstag, Sonntag von 11:00 -16:00 Uhr sowie zu den Gottesdiensten, Konzerten und anderen Veranstaltungen geöffnet.
Die Zwinglikirche findet sich in der Hochstrasse 202, Schaffhausen und ist am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen (Bus Linie 3 Richtung Krummacker bis Station Gemsstübli).


Parallel zur Ausstellung sind die folgenden Veranstaltungen geplant:
Gottesdienste
Sonntag, 24. August 2014 10:00 Uhr
•Gottesdienst zur Eröffnung der Ausstellung

Sonntag, 31. August 2014 11:00 Uhr
•Gottesdienst zum Gemeindetag „Grüezi Ueli“

Ueli alias Huldrych Zwingli trifft auf Kunstwerke von Walter Green
Sonntag, 14. September 2014 10:00 Uhr
„Selig sind die Sanftmütigen“

Konzerte
Sonntag, 24. August 2014 17:00 Uhr
Musikalische Begegnung mit der Ausstellung „Be-GREIF-Bar"

Rebekka Weber (Klavier) und Desiree Senn (Violine)
Freitag, 5. September 2014 20:00 Uhr
Erlebniskonzert „Traumwelt“

Miranda de Miguel (Klavier) und Sara Käser (Violoncello)
Veranstaltungen
Samstag, 06. September 2014 10:00 Uhr
Kantonaler Konfirmandentag

Freitag, 12. September 2014 20:00 Uhr
Vortrag Pfr. Dr. Andreas Heieck: „Im Anfang war das Bild. Vom Sinn des Bilderverbots und der Bilder.“

Um 19:30 Uhr findet eine Führung durch die Ausstellung statt.



Walter Green
1952 geboren in Eckernförde
1969-70 Lehre als Baumschuler bei Eckernförde
1971-74 Studium der Landespflege in Berlin
1974-75 Baumpflege in Berlin
1976-79 Entwicklungshelfer in Burkina Faso
1979-81 Landschaftsplaner in Hamburg
1981-85 Entwicklungshelfer in der Dominikanischen Republik
1985-97 freier Landschaftsplaner in Ostholstein mit Projekten in Westafrika
seit 1997 freischaffender Bildhauer
seit 1999 in Klein Rünz, Nordwest- Mecklenburg


Bitte berühren
Haferbrei, Matsch oder Schulbänke – die Lieblingsmaterialien, um sich auszudrücken, ändern sich: Zur Zeit sind es Eichenbalken aus Abbruchhäusern. Die Balken haben eine lange Geschichte hinter sich: Eine kleine Eichel wandelte sich zu einem gewaltigen Eichbaum; aus dem wurde ein Haus gebaut. Nach Jahrhunderten des häuslichen Dienens sind die Balken irgendwann aus ihrer Funktion befreit. In neuer Form stehen sie jetzt als „nutzlose” Skulpturen vor uns.
Bei der Bearbeitung wird unter einer Schicht aus Staub, Nägeln und Vergangenheit die interessante, faltenreiche Haut des Balkens sichtbar. Diese, von Zimmerleuten, Pilzen und Insekten, von der Sonne und dem Regen hinterlassenen Lebensspuren gilt es, zu würdigen, und möglichst zu erhalten. Darunter befindet sich kerniges Eichenholz, das in seiner leuchtenden Rein-heit überrascht. In der Spannung zwischen äußerer Rauheit und innerer Reinheit, zwischen hell und dunkel, Eros und Thanatos liegen die Lebendigkeit und unsere flüchtige Mitte.
Es werden Empfinden und Erfahrungen angesprochen, die jedem von uns bekannt sind. Wer sich der Botschaft öffnet, kann sich in eigene Räume führen lassen. Die Skulpturen wirken dabei wie Meeresschnecken, die wir uns an das Ohr halten: Sie erzählen uns rauschend von ihrem Leben, und doch ist es unser eigenes Blut, das wir darin vernehmen.
Es geht um das Vergehen und Werden, um die Art und Weise menschlicher Begegnung und um das Suchen der Mitte, der eigenen, und das, „was die Welt im Innersten zusammenhält", auch aus christlicher Sicht.
Die Skulpturen bieten mehr, als über die gewohnte Wahrnehmung durch das Auge und eine distanzierte Verarbeitung im Kopf erfass-bar sind: Bei hautähnlich samtig bearbeiteter Oberfläche lädt die Wärme des Holzes auch zum Befassen mit den Händen ein. „Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen". (Faust an Famulus Wagner)
© Walter Green, D 19217 Klein Rünz
Bereitgestellt: 27.06.2014      
aktualisiert mit kirchenweb.ch