Stadtrundgang in Schaffhausen

Hugenotten und Waldenser

Möchten Sie den Stadtrundgang individuell besuchen? Dann klicken Sie auf «Grössere Karte» und danach auf die verschiedenen Posten und nutzen Sie die GPS-Funktion.

Genussprodukte und Andenken an die Hugenotten und Waldenser:

Quiz

Für das Quiz benutzen Sie die Faltkarte, die in den Altstadtkirchen oder bei Schaffhauserland Tourismus aufliegt. Sie können sich auch selbst eine Karte ausdrucken: 2020-06-15_natourpark-hugenottenweg-selbstausdruck-de

Stadtführungen mit Historiker Laurent Auberson sind buchbar über schaffhauserland.ch.
Ein Projekt des Naturparks Schaffhausen und des Verbands der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden in der Stadt Schaffhausen.

Hugenotten und Waldenser in Schaffhausen

In Schaffhausen kamen seit 1683 während über 20 Jahren jährlich Hunderte bis Tausende von Glaubensflüchtlingen an. Sie wurden verpflegt, verarztet und mit Reisegeld ausgestattet weitergeschickt. Auf der «Spurensuche in Schaffhausen» entdecken wir noble Damen und Herren, Kunsthandwerker, Handelsleute und Pfarrer, Bauern und Bäuerinnen, Kinder und auch Krieger. Woher kamen sie? Wie reagierte man auf sie? Und was wollten sie? Mit dem Lösungswort gibt es am Ende der Spurensuche in lokalen Geschäften Vergünstigungen auf Genussprodukte und Andenken. (Siehe Karte zum Ausdrucken)

Routenhinweise
Start beim Schaffhauser Münster. Durch den Kreuzgang zu St. Annakapelle (1) und Kräutergarten, nachts geschlossen. Beim Durchgang nach links an der Stadtbibliothek vorbei bis zur Vordergasse und diese hoch, um die Stadtkirche St. Johann (2) herum über den Parkplatz zum Altersheim am Kirchhofplatz (3). Weiter bis zur Webergasse und in die Vorstadt (4, 5) und hinauf Richtung Fronwagplatz. Noch vor dem Mohrenbrunnen befindet sich links ein Durchgang durch das «Grosse Haus» (nachts und sonntags geschlossen) An dessen anderem Ende stösst man vor dem Stadtarchiv auf ein grosses Stuckmedaillon (6). Zurück geht es durch die Stadthausgasse zum Fronwagplatz (7) und hinauf zum Herrenacker (8, 9). Zum Schluss wartet unten das Museum zu Allerheiligen (10) auf unseren Besuch. Viel Spass!

Kulturroute des Europarats

Unter dem französischen König Ludwig XIV. und seinem Neffen Viktor Amadeus II., Herzog von Savoyen, gab es schwere Verfolgungen in Frankreich und im Piemont. Ihr Leitsatz «Ein König, ein Reich, eine Religion» duldete keinen reformierten Glauben. Zehntausende mussten fliehen. Die Europäische Kulturroute führt «Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser» von Südfrankreich bzw. Norditalien über die Schweiz bis Nordhessen.

Kulturelle Erneuerung
Die Waldenser gehen auf eine ältere Reformbewegung zurück und durften nur in den Waldensertälern im Piemont siedeln. Sie schlossen sich 1532 der Reformation an. Die Hugenotten waren seit der Reformation in Frankreich verbreitet. Durch ihre Flucht und ihre Handelsbeziehungen verbreiteten sie die südländische Kultur in Europa: Gemüse, Früchte, Gewürze, dazu Handwerkstechniken (Stoffdruck, Uhrmacherei, Gold- und Silberschmiede) bis hin zu höfischem Luxus (Seidenhandschuhe, Hüte, Strümpfe).