Admin Steig

Seniorenausflug nach Schönenwerd

IMG_0296 (Foto: Admin Steig)

Der Name Bally ist in der Schweiz ein Begriff
Admin Steig,
Die Schweizer Industriegeschichte ist sichtbar im solothurnischen Schönenwerd. Der Seniorenausflug führte uns zur kleinen Ausstellung der Ballyana - Stiftung. Die Ursprünge der Schuhfabrikation ist eindrücklich dargestellt. Neu war für mich, dass zuerst Hosenträger und Bänder hergestellt wurden, bevor die Gründerväter mit der Produktion von Schuhen begonnen haben. Das erste Mitglieder der grossen Ballyfamilie wanderte um 1770 aus Oesterreich in die Schweiz ein. Er war Hausierer und zog mit einem Holzkasten auf dem Rücken von Haus zu Haus, um Seidenbänder zu verkaufen. Dieser Kasten ist in der Ausstellung sichtbar. Der Gründer der Bally Firma war Peter Bally, der Sohn des Hausierers. Er konnte vom Chef seines Vaters die Webmaschinen übernehmen und liess ab 1820 in Heimarbeit Bänder produzieren. 1840 begannen die Gründer der Firma, Elastikbänder herzustellen und kamen auf die Idee, diese als Spickel in Schuhe einzuarbeiten. So entstanden die ersten Schuhe. Um die Maschinen mit eigener Energie zu versorgen, liessen innovativen Ballymitglieder einen kleinen Kanal bauen. Das Gebiet zwischen Kanal und Aare wandelte Carl Franz Bally 1890 in einen Landschaftspark nach englischem Vorbild um. Zur Zeit des Ersten Weltkriegs erlebte Bally gute Zeiten. Die Firma war weltweit eine der grössten Schuhproduzenten. Viele Arbeiter hatten einen Erwerb in der Firma. In den 1970 Jahren aber setzte der Niedergang der Firma ein. Die Konkurrenz hatte nicht geschlafen. Neue Produkte kamen auf den Markt, die billiger waren. Persönliche Schicksalsschläge in der Bally - Familie waren ein weiterer Grund für die sinkenden Einnahmen. Im Jahre 2000 wurde die Firma geschlossen. Sehenswert ist dieses schöne Museum, das an die Geschichte der schweizerischen Schuhindustrie erinnert. Wir konnten die schönen Schuhe bestaunen. Einige Teilnehmer des Seniorenausfluges stellten fest, dass sie einst Schuhe getragen haben, die heute in der Vitrine stehen. Es war ein schöner Ausflug, so das Fazit einer Teilnehmerin. Das Wetter war wunderbar. Auf unbekannten Wegen fuhren wir nach dem Besuch des Museums nach Leuggern zum Zvierihalt. Es tut gut, einen Ausflug zu unternehmen in dieser Coronazeit, wo man meist zu Hause in den eigenen vier Wänden ist, so die Rückmeldung einer anderen Teilnehmerin. Pfr. Martin Baumgartner
Bereitgestellt: 13.09.2021      
aktualisiert mit kirchenweb.ch