Abgesagt?

Suppe to go<div class='url' style='display:none;'>/kg/steig/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>5984</div><div class='bid' style='display:none;'>64247</div><div class='usr' style='display:none;'>1070</div>

Der Suppen-Zmittag, wie wir ihn gemeinsam an Tischen sitzend jeweils feiern, der war abgesagt. Der Suppen-Zmittag selbst jedoch nicht!
Gewiss fehlte die Betriebsamkeit eines Familien-Gottesdienstes, wie er zum Brot-für-Alle-Sonntag gehört, gewiss fehlte das Zusammenrücken. Das alles blieb abgesagt.
Nicht abgesagt aber ist das Teilen der Hoffnung, die wir gemeinsam aller Resignation, Müdigkeit und Gleichgültigkeit entgegensetzen, das Teilen auch der Hoffnung, die uns im gemeinsamen Engagement für die Klimagerechtigkeit trägt.
Das Kernstück des von Marlene Wiese, Hansueli Scheck, Helmut Seeg und Karin Baumgartner gemeinsam gefeierten Gottesdienstes war die von Martina Steinkühler neu erzählte Geschichte von der Sintflut, in der Gott im Dialog mit sich selbst sorgenvoll auf die Erde blickt. Was er da sieht, macht ihm keine Freude und er spielt mit dem Gedanken, dem allem mit der Flut ein Ende zu setzen. Dann aber denkt er an engagierte Menschen wie Noah, und daran, dass Noah eine Familie hat, und dass diese Familie wieder mit anderen Menschen liebevoll verbunden ist. Und an die Tiere denkt Gott auch. Der "Kasten", der gebaut werden müsste, um alle zu retten, wird immer grösser und grösser - dieser Gedanke macht selbst Gott schmunzeln. Die ganze Erde soll Bestand haben!
Neben der Hoffnung, die genährt wird, dass jedes Engagement fruchtet, und dass dieses in jedem Moment gefragt ist, bekommt da auch erzählerisch leicht die Vernetzung von uns Menschen untereinander und die Verantwortung füreinander den entscheidenden Impuls: das "Müssen" macht müde, doch die Liebe, der Respekt, den Gott in seinen Gedanken vorlebt, das hat Bestand und ist immer neue Quelle der Hoffnung.
Die Hoffnung, das weltweite Miteinander ist nicht abgesagt. Und der Suppentag war es auch nicht. Am Ausgang erwarteten alle regenbogenfarbene Täschchen mit Suppe und Kuchen "to go". Verbunden bleiben wir, auch wenn wir im Quartier am eigenen Tisch Suppe essen. Und genau so ist es mit der weltweiten Verbundenheit und Verantwortung.
Bereitgestellt: 22.02.2021      
aktualisiert mit kirchenweb.ch