Die Kindheit Jesu

20201213_105651 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Admin&nbsp;Steig)</span><div class='url' style='display:none;'>/kg/steig/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>5899</div><div class='bid' style='display:none;'>63218</div><div class='usr' style='display:none;'>1070</div>

Was wissen wir von der Kindheit von Jesus? Der Evangelist Lukas berichtet von zwei Ereignissen.
Admin Steig,
Jesus ist nach jüdischem Gesetz am achten Tag im Tempel beschnitten worden. In seiner Familie wurde der jüdische Glaube praktiziert. Sein Vater wird im Matthäusevangelium ausdrücklich als gesetzestreu beschrieben. Die Geschichten des Alten Testaments, die Gebete, die Psalmen und die Feste Israels waren für die religiöse Entwicklung von Jesus wichtig. Er war in dieser Tradition beheimatet. Noch in seinen letzten Worten am Kreuz benützte Jesus Psalmverse und Sätze aus der Gebetsliturgie.
Der Evangelist Lukas erwähnt noch ein anderes Erlebnis aus der Kindheit Jesu. Der zwölfjährige Jesus nimmt zum ersten Mal die Pflicht der Wallfahrt auf sich und feiert mit seinen Eltern das Passafest in Jerusalem. Bei diesem ersten von Jesus besuchten Fest ereignet sich ein Familiendrama. Ein Familiendrama, das wohl allen Eltern aus eigener Erfahrung bekannt ist:
Lukas 2,41-50
Diese Szene kommt uns bekannt vor. Ein zwölfjähriger Junge wird vermisst. Die Eltern machen sich Sorgen. Jugendliche in der Pubertät entziehen sich der elterlichen Kontrolle. Sie schlagen die Einwände der Eltern in den Wind, sie verletzen die, welche sie geboren und aufgezogen haben. Das ist eine normale Entwicklung. Die heranwachsenden Kinder suchen eine Distanz zu den Eltern. Als Eltern sollten wir keine Angst davor haben.
Aber die Eltern von Jesus haben ihren Sohn plötzlich aus den Augen verloren. Sie suchen ihn überall, aber finden ihn nicht. Schliesslich finden sie ihn im Tempel. Er bekommt einiges zu hören:"Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich suchen dich mit Schmerzen!"Jesus aber reagiert kaum. Nur ein cooles, lässiges: "Was solls? Was geht hier ab? Was habt ihr denn? Warum sucht ihr mich", bekommen die Eltern zu hören. Die Eltern verstehen ihren Sohn nicht mehr. Und als er dann sogar von einem anderen Vater zu reden beginnt, zu dem er gehöre, da verstehen sie ihn überhaupt nicht mehr.
Aber erst jetzt wird klar, dass diese Szene noch viel mehr bedeutet als ein Generationenkonflikt, wie er zu allen Zeiten geschieht. Dieses Wort aus dem Munde des zwölfjährigen Jesus macht klar: er und die Eltern gehören in dieselbe Welt. Aber diese Welt gehört nicht sich selbst. Diese Welt gehört einem anderen. Sie gehört dem, den Jesus seinen Vater nennt. Diese Welt gehört Gott.

Was heisst das jetzt? Gott gehört zu dieser Welt und zu seinen Menschen - genau so, wie ein Vater zu seinen Kindern gehört. Er ist für sie da. Er ist seinen Menschkindern in Liebe zugewandt. Wenn Gott sein Vater ist, dann ist Jesus Gottes Sohn. Er ist der zu uns gekommene Gottessohn. Er ist der Immanuel. In ihm ist Gott zu uns gekommen.

Das Herz der Maria schlug für ihren Sohn. Sie hat ihn begleitet und war für ihn da. Das Herz der Eltern schlägt für ihre Kinder, auch wenn diese schon längst erwachsen sind. Gottes Herz schlägt für seine Menschenkinder. Sein Herz schlägt für uns. Gott ist uns in Liebe zugewandt, wohin wir auch gehen in diesem angefangenen Jahr, was wir auch anpacken, was wir auch still ertragen. Gott ist mit uns und wir mit ihm. Wie heisst es doch so schön im Lied. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserem Gott die Ehre! Martin Baumgartner

Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Amen
Bereitgestellt: 04.01.2021      
aktualisiert mit kirchenweb.ch