Versprechen

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Ich werde mit dir sein, kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor?
Admin Steig,
Ein Brautpaar sagt einander diese Worte, wenn sie Hochzeit feiern. Auch Freunde und Freundinnen sagen solche Worte. Sie wollen einander in einer schwierigen Zeit beistehen. Es sind schöne Worte in unserer Welt. Da gibt mir jemand ein Versprechen. Ich gehe mit dir und werde dich nicht verlassen. Was auch immer kommen mag, ich bleibe bei dir. Das sind Worte der Liebe. Ich denke an Ehepaare, die schon viele Jahre gemeinsam auf dem Weg sind, gemeinsam Freud und Leid teilen. Ich denke an Freunde und Freundinnen, die nachfragen. Sie telephonieren von Zeit zu Zeit, vergessen uns nicht, auch wenn sich die Lebenssituation verändert. Gerade in dieser Zeit der Pandemie sind wir froh um solche Kontakte.

Wir können auf solche Menschen zählen. Sie geben uns einen Halt im Leben. Freude in guten Tagen und Trost in schweren Tagen. Menschen sagen mir manchmal: gerade in den schweren Zeiten meines Lebens habe ich gemerkt, welches die wirklichen Freunde sind. Sie fragen nach. Sie lassen den Kontakt nicht abbrechen. Gott sei dank haben wir solche Freunde.

Die einen denken jetzt an ihren Lebenspartner, der sie immer noch begleitet. Die Partnerin, der Partner ist immer noch da. Was haben sie alles miteinander erlebt, schöne Zeiten, aber auch komplizierte, schwierige Zeiten. Und was haben Sie alles miteinander getragen, Freud und Leid. Und sind immer noch zusammen. Die Liebe ist fester, reifer geworden. Und Sie sind immer noch neugierig, wie es weitergeht. Gott sei Dank sind Sie zusammen geblieben.

Ich werde mit Dir gehen, Ich werde dich nicht verlassen und auch nicht von dir weichen. Sei mutig und stark. Diese Worte sagt auch Gott zu uns. Ursprünglich wurden sie an Josua gerichtet. Er hatte von Mose den Auftrag bekommen, das Volk Israel durch die Wüste ins gelobte Land zu führen. Er fühlte sich unsicher. Vor sich die Weite der Wüste. Diese Aufgabe erschien ihm zu gross zu sein. Da gab ihm Gott die Zusage, dass er ihn begleiten werde.

Jetzt können Sie sagen. Aber das ist doch nur ein Wort! Es gibt im Leben nicht mehr als solche Worte der Liebe und der Treue. Wenn Ehepartner einander solche Worte der Liebe sagen, geben sie einander ein Versprechen. Wenn sie dann miteinander auf dem Weg sind, erfahren sie immer wieder, dass sie sich auf diese guten Worte verlassen können. Und genauso ist es, wenn Gott zu uns dieses Versprechen sagt. Ich begleite dich, was auch immer auf dich zukommt. Du musst keine Angst haben. Ich werde nicht von dir weichen.

Ich vergesse die Worte nicht, die eine zwanzig jährige Frau mir einmal gesagt hat. Sie erzählte mir, was sie zu ihren Eltern gesagt habe: «Das Wichtigste war für mich, dass ihr mich auch in der Pubertät begleitet habt, ihr habt mir auch damals das Vertrauen geschenkt. Gerade dann, wo ich an mir selber gezweifelt habe, wo ich mich von Euch distanziert habe, gerade dann habt ihr trotzdem auf mich vertraut und habt mich begleitet. Das vergesse ich euch nie.»

Von diesem Urvertrauen leben Kinder und Jugendliche. Das gibt ihnen einen guten Boden im Leben. Kinder können nur Vertrauen ins Leben bekommen, wenn sie das Grundvertrauen von den Eltern, Paten und Grosseltern bekommen haben.

Ich begleite dich, was auch immer auf dich zukommt. Du musst keine Angst haben. Ich werde nicht von dir weichen. Dieses Versprechen gilt dann auch einmal für den letzten Weg, den wir gehen. Die Zusage Gottes gilt auch für den Weg, wo wir das Leben einmal loslassen müssen. Auf diese guten Worte können wir uns verlassen.

Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag, Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Amen
Bereitgestellt: 27.07.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch