Alles Gute zum Muttertag!

Foto Muttertag<div class='url' style='display:none;'>/kg/steig/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2411</div><div class='bid' style='display:none;'>60039</div><div class='usr' style='display:none;'>1070</div>

Wer das Stichwort Muttertag googelt, bekommt erst einmal jede Menge Adressen von Geschenk- und Blumenboutiquen ausgespuckt. Der Muttertag ist ja auch ein "Beschenktag". Neben Blumen, gekauften oder liebevoll selbstgebastelten Geschenken, darf die Mutter an diesem Tag aber vor allem mit einem Dankeschön ihrer Familie rechnen. Der Muttertag ist ein Tag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft.
Admin Steig,
Für einige Menschen hat der Muttertag jedoch einen fahlen Beigeschmack. Was ursprünglich wohlwollend gemeint war, wurde nämlich in der nationalsozialistischen Zeit mit der Idee der Herrenrasse verknüpft. Die Frau wurde als Gebärmaschine geehrt. Nur allzu verständlich, wenn man den Muttertag nach einer solchen Pervertierung gänzlich ablehnt.

Ich wollte mich dennoch vorsichtig auf die Spurensuche machen, in der Hoffnung, die schöne Bedeutung in diesem Tag zu entdecken. In der Entstehungsgeschichte des Muttertags gibt es interessante Legenden und Fakten, die ich mit Ihnen teilen möchte.

Die eine Legende kommt aus der griechischen Mythologie. Gaia zum Beispiel hatte den Beinamen die Grosse Erdmutter. Sie war die Frau des Uranos, und ihre Tochter hiess Rhea. Rhea wiederum war mit ihrem Bruder Kronos verheiratet. Weil dieser aus Angst, von seinen Kindern entmachtet zu werden, alle verschlang, versteckte Rhea ihren jüngst geborenen Sohn und gab Kronos stattdessen ein Bündel, in dem ein Stein versteckt war, zu essen. Durch diese List konnte Zeus unbehelligt heranwachsen und übernahm schliesslich die Macht am Götterhimmel. Bei den Römern fand man Hinweise auf einen Verehrungskult dieser Rhea, als Göttermutter.

Mütter gegen den Krieg:

Die Amerikanerin Julia Ward erregte 1870 Aufsehen, als sie einen Mütter-Friedenstag ins Leben rief. Sie wollte an diesem Tag für Frieden demonstrieren und sich dafür einsetzen, dass die Söhne nicht mehr für Kriege geopfert wurden.

Es entstanden im 19. Jahrhundert viele Bewegungen, die sich gegen Ungerechtigkeit erhoben. Frauen begannen für Gleichberechtigung und Stimmrecht zu kämpfen, setzten sich für Bildungsgleichheit und soziale Gerechtigkeit ein. Sie stellten sich vor ihre Kinder, in Sachen Bildung vor allem vor ihre Töchter.

Die amerikanische Bewegung schwappte auch nach Europa über. In der Schweiz wurde sie unter anderem von der Heilsarmee aufgegriffen, die 1917 zu einem Ehrentag der Mütter aufrief. So bekam der Muttertag auch ein religiöse Bedeutung. Und dann? Dann kamen die Floristen ins Spiel. Auch die Konditoren und Gärtner engagierten sich für den Muttertag. 1930 gelangte so der zweite Maisonntag zu seinem Titel Muttertag.

Keine Frage, Blumen sind etwas Schönes- Kuchen und Geschenke auch. Viel schöner finde ich allerdings den Gedanken, dass am Muttertag daran gedacht wird, wie die Mütter für ihre Kinder einstehen und dass die Kinder ihre Mütter dafür ehren. Es ist nie mit diesem einen Tag getan, aber Tage, die zu Ehren von jemanden stattfinden, sind eine Aufforderung, nachzudenken und zu handeln.

So könnten wir doch nach dem Verzehr der schmackhaften Muttertagstorte darüber nachdenken, wie wir benachteiligte Mütter dieser Welt unterstützen könnten. Mütter, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder durchbringen sollen, nicht wissen, wie sie sie vor schrecklichen Erlebnissen schützen können und deren Zukunft nicht so rosig aussieht, wie die unserer Kinder.

In diesem Sinne:
Alles Gute zum Muttertag den Müttern und ihren Kindern! Und den Vätern wünsche ich das natürlich von ganzem Herzen auch!

Stephanie Signer, Mitarbeiterin Sozialdiakonie
Bereitgestellt: 08.05.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch