Admin Steig

Härdöpfel - Nachmittag

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Martin Harzenmoser ist nicht nur ehemaliger Lehrer und Stadtführer, sondern auch ein Härdöpfel-Buur mit Leib und Seele, und das wissen jetzt alle, die seinen Vortrag gehört haben, dass Kartoffeln mehr sind als eine Beilage.
Admin Steig,
Bea Graf, unsere Sozialdiakonin, eröffnete den interessanten Nachmittag mit einem historischen Rückblick, und sie erzählte, wie die Kirche zuerst Mühe hatte mit dem 'Teufelszeug' aus Südamerika, das da unter dem Boden wächst. Doch zuerst ging es um den Himmel, wo das Guggerzytli und der Schacher Seppli auch einen Platz haben, so sangen wir zusammen mit den Schwyzerörgeli Frauen. Und dann erzählte Martin Harzenmoser die Geschichte der Kartoffel mit vielen Bildern.
Zuerst schätzte man sie nur wegen der schönen Blüte, und es brauchte seine Zeit, bis man realisierte, dass das Beste dieser Pflanze im Boden wächst und wie gut diese Knollen schmecken. Bei uns haben erst im 18. Jahrhundert schlaue Thaynger Bauern gemerkt, dass man damit den Zehnten umgehen kann, weil nichts geschrieben stand, dass man davon etwas abgeben muss. Schnell verbreitete sich der Anbau, und die Kartoffel wurde sehr wichtig in den schwierigen Hungerjahren. Allerdings hatte sie auch ihre Schädlinge, und viele Ältere konnten sich noch erinnern, wie sie als Kinder Kartoffelkäfer ablesen mussten. Schaffhauser Kartoffeln waren einmal bekannt und begehrt, weil unsere Böden so trocken und mineralstoffreich sind, doch heute verlangen die Grossverteiler Normgrössen und künstliche Bewässerung, damit sie alle die 'richtige' Grösse haben. Zuletzt ging es dann um die Vielfalt der Sorten, von denen Martin Harzenmoser über 100 auf seinem Acker in Barzheim anbaut. Es sind violette und rosarote Knollen mit verschiedenen Formen und Grössen, und sie haben alle einen originellen Namen.
Dann hörten wir nochmals Schwyzerörgeli Musik und sangen Lieder, damit wir Hunger haben für die grosse Degustation. Auf die liebevoll gedeckten Tische wurden Käsestücke und Quark verteilt, dann konnte man die farbigen Kartoffeln probieren, und das machte so viel Freude, dass Martin Harzenmoser alle seine mitgebrachten Härdöpfel-Säckli verkaufen konnte. Als Dessert gab es zum Kaffee noch ein Schaffhauser Rickli und wieder fröhliche Musik.
So bleibt ein grosser Dank an Bea Graf für die Organisation und an alle Helferinnen für die vielen Vorbereitungen. Es war ein gelungener Anlass, und gerne würden wir den sympathischen Referenten wieder einmal bei uns willkommen heissen.
Bereitgestellt: 29.01.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch