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Jüdische Spurensuche mit Jugendlichen

Kürzlich haben sich 8 Jugendliche mit dem Velo auf jüdische Spurensuche in Gailingen gemacht
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Jüdische Spurensuche
(Ausflug in die Synagoge nach Gailingen am 9. September 2020)

Unter Leitung von Herr Pfarrer Eichrodt trafen sich 8 Präperanden-Schüler beim Kloster Allerheiligen, um zusammen mit dem Fahrrad nach Gailingen zu fahren. Begleitet wurden wir zusätzlich von Isabelle Müntener. Nach einer kurzen Zwischenverpflegung mit Gummibärchen haben wir den Platz in Gailingen erreicht, an dem bis 1938 die Synagoge stand.

Im jüdischen Museum bekamen wir eine Führung von Herrn Klose, der uns über die jüdische Geschichte in der Grenzregion um Gailingen informiert hat. Insbesondere hat er Schlimmes zu erzählen wie zum Beispiel die Verfolgung und Vertreibung der Juden während dem zweiten Weltkrieg. Danach erhielten wir eine Abkühlung in Form von einem Eis, was an diesem warmen Tag sehr erfrischend und willkommen war.

Danach machten wir uns auf den Weg zum einem grossen, jüdischen Friedhof. Wie es in der jüdischen Religion üblich ist, mussten wir dazu eine Kopfbedeckung tragen. Einige von uns mussten sich dabei allerdings mit dem Velohelm behelfen. Wir sahen moderne Gräber neueren Datums aber auch ganz alte, die nicht mehr sehr gepflegt und mit Moos bewachsen waren.
Dabei sind uns die typischen jüdischen Namen wie z.B. „Lustig, Gutfreund und Gutherz“ aufgefallen. Dabei lernten wir auch, dass die jüdischen Gräber auch nach vielen Jahre nicht entfernt werden, sondern für ewig stehen bleiben müssen.

Herr Eichrodt informierte uns, dass es auch heute leider noch Judenhass und Judenwitze gibt.
Er bat uns auch diese Religion zu akzeptieren und anzuerkennen, damit alle in Frieden zusammenleben können.

Nach einer anstrengenden und schweisstreibenden Heimfahrt sind wird am frühen Abend wieder in Schaffhausen angekommen.

An diesem erlebnisreichen Tag haben wir gelernt, dass wir auch andere Religionen verstehen und anerkennen sollten, damit wir Menschen zusammen in Frieden leben können.


Sascha Hermann




Bereitgestellt: 21.09.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch