Adriana Schneider

«Kriminaltango in der Taverne»

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Die «Evergreeners» führten am gesamtstädtischen Seniorennachmittag vom 24. April in der Zwinglikirche auf eine musikalisch-nostalgische Reise und wühlten in der Mottenkiste der Schlager und Hits von den 20iger bis hin zu den 80iger Jahren.
Adriana Schneider,
«Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.» Mit diesem Zitat von Victor Hugo begrüsste Sozialdiakonin Nicole Russenberger im Namen des Städtischen Diakoniekapitels die rund 90 Gäste zum gesamtstädtischen Seniorennachmittag in der Zwinglikirche.

Der Nachmittag des 24. April war ganz der Musik gewidmet. Und der Nostalgie, die durch die «Evergreeners» mit Schlagern und Hits von den 20igern bis hin zu den 80iger Jahren auf der Bühne auflebte. Moderiert von Ensemble-Leiter Aldo Malagoli entführten sie das Publikum auf eine musikalische Zeitreise und begannen launig «in einer kleinen Konditorei», einem Ohrwurm aus dem Jahr 1927.

«Der kleine grüne Kaktus» fehlte ebenso wenig wie der «mürrische Friedrich» und das genüsslich badende «Fräulein Helene». Malagoli ging auf die tragische Geschichte der «Comedian harmonists» ein, das weltberühmte Berliner Vokalensemble, das nach dem 1934 verhängten Berufsverbot der Nazis für jüdische Musiker gezwungen war, Deutschland zu verlassen und nach Dänemark, Holland und in die USA flüchtete. Ihr Heimweh in der Ferne kam in den Liedern «Lebewohl gute Reise» und «Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück» bewegend zum Ausdruck.

Mit «Sentimental journey» und «Mr. Sandman, bring me a dream» kam mit Swing und Jazz der amerikanische der Einfluss auf die Musik der 40iger Jahre zum Ausdruck, und Mr. Sandman liess es sich nicht nehmen, persönlich auf der Bühne zu erscheinen.

Nach der Kaffeepause, in der die Gäste feinen Gugelhopf, gebacken von Caroline Schneidewind von U-guet in Neuhausen, geniessen durften, ging es auf der Bühne auf schweizerdeutsch weiter. «S’isch ja nur äs chlises Träumli gsi» und «Am Himmel stoht äs Sternli z Nacht» luden zum Mitsingen sein.

Im Anschluss herrschte Hochspannung mit dem «Kriminaltango» und schliesslich hielt mit den 50ger Jahren der Rock ’n’ roll Einzug. Bei «Barbara Ann» von den Beach Boys hielt es einige Gäste nicht mehr auf ihren Stühlen, sie ergriffen die Gelegenheit zum Tanz. Die Pianistin Stephanie Senn begleitete die Evergreeners brillant am Flügel und lief bei rockigen Zwischensoli zur Hochform auf.

Den vorläufigen Abschluss machten die 80iger Jahre mit der Ballade «One moment in time» von Whitney Houston mit der Solistin Karin Kolb, bevor der anhaltende Applaus des begeisterten Publikums die «Evergreeners» nach zwei Zugaben in den verdienten Feierabend entliess.



Bereitgestellt: 26.04.2019      
aktualisiert mit kirchenweb.ch