Ruth Gehring

Start Wintersemester Quartiermorgen

Bild2<div class='url' style='display:none;'>/kg/sjm/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1947</div><div class='bid' style='display:none;'>48968</div><div class='usr' style='display:none;'>916</div>

Mit farbenfrohen Bildern und einer anschaulichen Wander- und Erfahrungsgeschichte erfolgte der Start in den Herbst im Hofmeisterhuus.
Ruth Gehring,
Der Saal füllte sich rasch und wir waren froh, dass wir doch einige Gipfel und Weggli mehr als gewohnt eingekauft haben. Schön zu sehen und erleben, dass sich an diesem Morgen ganz unterschiedlich interessierte Frauen und Männer eingefunden haben. In der Erzählung vom Ruth Gehring ging es um die sechs, von ihr und ihrer Tochter Rahel, erwanderten Inseln: Sao Miguel, Flores, Corfo, Pico, Faial und Sao Jorge. Vom 4.7.018 bis zum 19.7.018 verbrachten wir unseren Urlaub in dieser Region. Die Azoren, zu Portugal gehörend, haben seit 1976 eine Teilautonomie und Regionalregierungen auf den grösseren Inseln. Die Besiedlung fand im 15. Jahrhundert statt. Auch wenn die damaligen Seefahrer, davon ausgingen, dass sie unzählige Habichte auf den Inseln sahen "Acores", war dieser Eindruck falsch. Bei den gesichteten Vögeln handelte sich um Bussarde, der Name war jedoch bereits Programm. Alle Azoren Inseln sind rein vulkanischen Ursprungs. Je westlicher die Inseln, desto rauer das Klima. Vom Festland sind es rund 1500km bis zur Hauptinsel Sao Miguel, von der Innersten bis zur äussersten Insel Corfo, nochmals 600km. Ab dann sind es bis zur nordamerikanischen Küste ca. 2500 km. Ab New York gibt es einen Direktflug auf die Inseln. Aufgrund der langen und intensiven Auswanderungsgeschichten leben heute über 1 Million Azorianer in den USA und in Kanada und pflegen eine intensiver Beziehung zur Heimat. Sie verbringen ihre Urlaube auf ihrer Heimatinsel und kommen häufig auch für 2,3 tägige Festivitäten nach "Hause". Zum Festland Portugals gibt es keine sehr enge Beziehung, wenn man mal davon absieht, dass Exportartikel aus der Landwirtschaft, wie Fleisch und Milch, aufs Festland exportiert werden.
Wir reisten mit dem Anbieter WELTWEITWANDERN und waren die einzigen Schweizer. Der Rest bestand aus Oesterreicher und Deutsche. Unser Guide, Werner, ein gebürtiger Bayer lebt schon lange auf Madeira und führt dort wie auf den Azoren Wandergruppen. Mit 14 TN hatten wir eine angenehme Gruppengrösse, es waren humorvolle und freundliche Menschen dabei, auch wenn sie partout kein Schweizerdeutsch verstehen wollten, mussten wir halt hochdeutsch reden. Durchschnittlich wanderten wir ca. 4,5 Std. täglich und bewältigten viele Höhenmeter. Meine Tochter war mit drei anderen die Einzigen welche den Pico bestiegen. Der Pico, auf der gleichnamigen Insel Pico, ist mit 2350 M der höchste Berg Portugals und es kein Schleck, ihn zu besteigen. Es waren sich nachher aber alle einig, dass der Abstieg deutlich anstrengender war als der Aufstieg.
Natürlich haben alle Inseln ihre Eigenarten: Sao Miguel mit dem lebhaften Osten und dem sehr grünen und ruhigen Westen. Flores, wie es der Name sagt, die Insel der Blumen, Corfo die Kleinste der Inseln, Biosphärenreservat, ab dort kommt nur noch Wasser, Faial, der Hotspot für die Meeressegler, Pico mit dem gleichnamigen Berg und dem Weinanbau, welcher UNESCO Kulturerbe ist. Schlussendlich, San Jorge, die herrliche Wanderinsel mit ihren Fajas.
Ja, es hat uns gut gefallen auf den Azoren, wenn wir wiederkommen, besuchen wir noch die drei restlichen Inseln: Santa Maria, Graciosa und Terceira. Unter uns beschlossen haben wir bereits, dass wir uns das nächste Mal auf zwei Zimmer verteilen, ein bisschen Abstand zwischen Mutter und Tochter, kann nicht schaden.
Der nächste Anlass ist die Adventsfeier vom 12. Dezember, dann mit dem Zmorgebuffet und den Besuch der 2. Klässler vom Alpenblick Schulhaus.
Bereitgestellt: 07.11.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch