Em Eseli sin Wäg uf Bethlehem

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Na-iii! Na-iii! Na-iii!!! schrie das Eselchen immer wieder kläglich und laut. Etwas anderes hatte es nämlich nicht gelernt. Von seinem bösen Meister bekam es oft Schläge und auch nie genug zu fressen. Kein Wunder, konnte es nicht wie andere Eselchen auch, I-aah sagen. Daran änderte sich auch nicht viel, als es Besuch von einem Engel bekam, der ihm von der Geburt eines besonderen Kindes erzählte.
Karin Baumgartner-Vetterli,
Zwar machte sich das Eselchen auf den Weg, geführt von den Strahlen des Sterns und unsichtbar begleitet von zwei Engeln. Es musste aber noch viele Abenteuer bestehen, eine dunkle Schlucht und einen unüberwindlich scheinenden Fluss galt es zu überwinden, und viele, viele Male schrie es erbärmlich und aus tiefster Seele, Na-ii, Na-ii, Na-ii, bis es schliesslich in Bethlehem ankam. Als das Jesuskind es sogar hinter seinen Fellohren kraulte und es einen Büschel Heu zu fressen bekam, wusste es, dass es hier für immer bleiben würde. Bei diesem Kind würde sein Hunger gestillt und unterwegs in engen Schluchten würde es nie allein sein. Und das schrie das Eselchen aus tiefster Seele in die Welt hinaus: I-aah! I-aah! De Heiland isch do!
Damit die Strahlen des Sterns auch anderen Menschen auf dem Weg helfen, verteilten die Kinder der Sonntagschule, die die Geschichte berührend und mit Begeisterung gespielt haben, Kerzen und gaben das Licht des Stern weiter. Das abschliessende O du fröhliche klang feierlich - genau so, wie es das Eselchen laut gerufen hat: I-aah! Der Heiland isch do.
Bereitgestellt: 17.12.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch