Mein Acker mit Gott

Gerstenfeld 2019 —  © Ev.-ref. KG Ramsen & Buch<div class='url' style='display:none;'>/kg/ramsen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>5151</div><div class='bid' style='display:none;'>55278</div><div class='usr' style='display:none;'>509</div>

Gerstenfeld 2019: © Ev.-ref. KG Ramsen & Buch

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Während einer Maiwanderung entlang eines grossen Gerstenfeldes habe ich mich über das satte Grün und das sanfte Wiegen der Halme im Wind gefreut. Welch ein schöner Anblick!
Rolf Stamm,
Mir wurde aber im gleichen Moment auch bewusst, dass hier etwas sehr Zerbrechliches in Gottes Schöpfung am Wachsen ist!
Ein Acker muss vorbereitet werden: Pflügen, eine neue Saat säen. Das Feldmuss gepflegt werden, bewässert, vielleicht gedüngt. Und schnell wächst auch unerwünschtes Unkraut, welches ausgerissen werden muss. Und neben all dem, wie der Bauer den Acker pflegen muss, bleibt immer auch die Ungewissheit, wie nicht beeinflussbare Umstände das Wachstum beeinflussen können. Seit einigen Jahren ist es zunehmend unsicherer, ob das Feld nicht während einem zu heissen Sommer verdörrt, die Saat nicht wächst, ein stürmisches Unwetter das Feld vernichtet… Alles ist möglich: Zuviel Regen, zuwenig Regen, Stürme, Ungeziefer……
Im Spätsommer feiern wir Erntedank, haben hoffentlich Anlass, für eine reiche „Ernte“ Danke zu sagen - ob als Landwirt, als Handwerker, als Schüler/in, als Rentner, in welcher Lebenssituation wir auch immer stehen. Spätestens dann soll uns bewusst sein, dass die Worte des Kirchenliedes für uns alle gelten:

Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land. Doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand.
Der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn: Drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn. (KG 540)


Alles ist in Gottes Hand, jede/r von uns hat im übertragenen Sinn einen persönlichen Acker im Leben. Wir dürfen Gottes Hilfe in Anspruch nehmen bei der Pflege, mit Gott kommunizieren, fragen, bitten. Wir dürfen auf Gott vertrauen, dass er uns niemals allein lässt.
Ich wünsche Ihnen eine gute Herbstzeit auf ihrem Acker mit Gott.
Rolf Stamm
Bereitgestellt: 31.08.2019