Eva Baumgardt

Kinderwoche "Durch dick & dünn"

Material vom Kirchenspiel (Foto: C.+C. Freitag)

25 Kinder, 5 Teenager und 4 Erwachsene erlebten in der ersten Frühlingsferienwoche die Geschichte, wie Ruth und Noomi eine neue Heimat gefunden haben.
Eva Baumgardt,
Es waren ereignisreiche Tage:
Zuerst mussten Noomi mit Mann und zwei Söhnen aus Juda (beim Vitaparcours) wegen einer Hungersnot ins Land Moab auswandern (Städtli). Der Weg mit viel Gepäck war weit und anstrengend, die Ziegen büxten aus und am Stiegweg wartete bereits der Grenzer auf sie. Aber alle kamen mit neuen Pässen wohlbehalten ans Ziel.
Nachdem die Männer der Familie gestorben waren, kehrte Noomi mit ihrer Schwiegertochter Ruth in die alte Heimat zurück. Auf einer Schnitzeljagd mit kniffligen Aufgaben fanden sie den richtigen Weg.
Ruth verdiente für die beiden Frauen den Lebensunterhalt, im dem sie auf dem Feld ihres Verwandten Boas Ähren aufsammelte. Wie wertvoll jedes Korn ist, wurde in den Workshops am Mittwoch deutlich. Wir mahlten selber Mehl mit Steinen, backten Brot, Energieriegel und Sablés und stellten kleine Blumentöpfe her.
Donnerstag stellten Ruth und Boas in der Scheune fest, wie gut sie sich gefielen und es doch das beste wäre, wenn sie beide heiraten würden - wenn es da nicht noch einen anderen Verwandten gäbe, der berücksichtigt werden müsste...
Puppe Eric, der die Geschichte jeden Tag kommentierte, fand es nicht so einfach, einem anderen ein echtes Kompliment zu machen. Darum sollten die Kinder bei verschiedenen Spielen herausfinden, was sie und auch andere besonders gut können. Am Schluss wurden die Komplimente auf Goldmedaillen geschrieben und in der Kirche aufgehängt.

Leider haben wir die Hochzeitsfeier nicht mehr gemeinsam erlebt, denn der Freitag musste wegen eines positiven Tests bei einem Kind abgesagt werden. Bis jetzt sind alle anderen Familien negativ und auch dem betroffenen Kind hat keine Symptome. (Aber sicher ist sicher.)

Gabi Tanner hat den Löwenanteil der Vorbereitungen übernommen, von der Übersicht über den grossen Bogen bis zu kleinen liebvollen Details.
Cornelia Freitag, Beatrice Gasser und Eva Baumgardt planten und leiteten mit ihr die Woche, unterstützt durch Teenager aus Neunkirch, Gächlingen und Löhningen, die viel zur tollen Stimmung beitrugen.
Spezieller Dank auch an alle Erwachsenen, die verschiedene Aufgaben übernommen haben wie Workshops leiten, Fotos machen, Festbänke bringen, Stroh transportieren und Zvieri parat machen.

Es hat allen Beteiligten viel Spass gemacht und wir hoffen, das auch im nächsten Jahr wieder eine Kinderwoche möglich sein wird!
Bereitgestellt: 28.04.2021      
aktualisiert mit kirchenweb.ch