Franziska Bevilacqua

Warum müssen nur die Männer eine Kippah tragen?

2017-05-24 02.16.34<div class='url' style='display:none;'>/kg/neunkirch/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4541</div><div class='bid' style='display:none;'>44897</div><div class='usr' style='display:none;'>1323</div>

"Männer müssen daran erinnert werden, dass ein Höherer über ihnen steht. Mit der Kippah bezeugen sie dies. Frauen wissen das schon." Rabbiner Ruven Bar Ephraim führte 21 Interessierte aus Neunkirch und Gächlingen durch die Räumlichkeiten der jüdisch-liberalen Gemeinde in Zürich.
Franziska Bevilacqua,
Einblicke in den jüdischen Glauben und Kultus erhielten wir an diesem Nachmittag in Zürich. Der sympathische Rabbiner erklärte den Ablauf eines Gottesdienstes: Gebete richten sich immer in Richtung Jerusalem. In allen jüdischen Synagogen gibt es einen Schrank, in dem die Torah-Rollen, die fünf Bücher Mose, aufbewahrt sind. Wer hebräisch lesen kann wird im Gottesdienst eingeladen, aus der Torah vorzulesen. Jugendliche sind nach ihrer Bar (Sohn) / Bat (Tochter) Mizwah (Weisung) d.h. mit 13 Jahren in Glaubenssachen mündig und haben dies gelernt. Frauen und Männer sind gleichberechtigt und gleichverpflichtet.

Die handbeschriebenen Pergamentrollen bestaunten wir mit viel Ehrfurcht. Ein verschmierter Buchstabe bedeutet, dass die Rolle nicht mehr benutzt werden darf, bis sie repariert ist. Wir liessen uns vom Rabbiner den aaronitischen Segen vorlesen/singen.

Die vielen Fragen des Publikums beantwortete der Rabbiner mit Geduld und viel Schalk. Ein sehr lehrreicher und vergnüglicher Nachmittag, der uns die Augen öffnete für eine uns eher unbekannte Welt. Auf dem Heimweg genossen wir feinen Kuchen aus der jüdischen Bäckerei. Herzlichen Dank an die jüdisch-liberale Gemeinde Zürich für den freundlichen Empfang.
Bereitgestellt: 24.05.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch