Lisa Näf

Von Reformatoren, Electro-Musik und Krawatten

Unsere Gruppe<div class='url' style='display:none;'>/kg/neunkirch/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4257</div><div class='bid' style='display:none;'>41606</div><div class='usr' style='display:none;'>999</div>

«Machen wir den einfachen oder den doppelten Windsorknoten?». Diese Frage kam während der Fahrt nach Genf auf. Der Grund dafür: die Krawatte war unser Gruppenerkennungszeichen am Jugendfestival «Reformaction», damit auch jeder wusste wer wir sind!

Lisa Näf,
Am ersten November-Wochenende trafen sich rund 4500 Jugendliche und Junggebliebene in Genf zu diesem Festival, um die fünfhundertste Jährung der Reformation zu feiern. Ziel des Anlasses war die Auseinandersetzung mit den Grundsätzen der Reformation und deren Auswirkung, auch auf unsere heutige Gesellschaft und das persönliche Leben jedes Einzelnen.
Der Grossteil der Teilnehmenden kam aus den reformierten Landeskirchen der ganzen Schweiz, aber auch aus verschiedenen Freikirchen. Wir waren mit einer aufgestellten Gruppe von 25 Leuten aus Gächlingen, Löhningen, Beringen, Neunkirch, Flaach und Oberhallau dabei.

Als wir am Freitagabend mit dem Car ankamen, war die „Nacht der Lichter“ im Stil und mit Liedern der Kommunität von Taizé schon in vollem Gange. Die Teilnehmenden des Festivals waren auf mehrere Kirchen in ganz Genf verteilt. Nach dem darauffolgenden Sternmarsch trafen sich alle beim Reformationsdenkmal für den gemeinsamen Beginn. Mit einer spektakulären Lichtershow und Musik wurden die Besucher begrüsst. Es folgten gross projizierte Videosequenzen zu den Reformatoren, den gesellschaftlichen Spannungen vor 500 Jahren und wie man diese mit den heutigen Umständen vergleichen kann. Nach diesem eindrücklichen Start kehrten wir für die Übernachtung in unsere Unterkunft zurück – eine Turnhalle, in der wir uns mit Mätteli und Schlafsäcken ausgebreitet hatten.

Am Samstagvormittag wurden viele spannende Workshops angeboten. Unter anderem konnte man Gospelsongs entdecken und singen, an einer Führung in der Kathedrale St. Pierre teilnehmen oder sich mit den neusten Recherchen des CERN und Überlegungen zum Thema Big Bang und Schöpfung beschäftigen. Am Nachmittag versammelten sich alle Festivalbesucher in der grossen Geneva Arena zu einer vielseitigen Veranstaltung. Gemeinsam sangen wir Lieder, durften Auftritte von zwei beeindruckenden Tanzgruppen (zum Teil mit Live-Musik) geniessen und hörten eine Predigt, in der es um die innere Wiederherstellung durch die Beziehung zu Gott ging.
Darauf folgten in der Arena Konzerte der Bands „LZ7“ (Electro Dance Music aus Grossbritannien) und „Switchfoot“ (Alternative-Rock und Grammy-Gewinner aus Kalifornien). Wir schlossen den ereignisreichen Tag mit gemütlichem Kartenspiel und guter Gemeinschaft ab.

Zum offiziellen Abschluss des Anlasses fand am Sonntagmorgen ein Festgottesdienst in der Kathedrale St. Pierre mit Live-Übertragung auf SRF statt. Das Thema war «Das Erbe der Reformation: Den Reichtum der Verschiedenheit in Christus leben».
Mit vielen neuen Eindrücken und bleibenden Erinnerungen machten wir uns danach auf die Heimfahrt zurück ins Klettgau.
Bereitgestellt: 06.11.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch