Ein steiniger Weg zum Frieden: 4. Klässler gestalten Gottesdienst

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Streit gibt's schnell. Ein falsches Wort, ein Missverständnis und schon schaukelt es sich hoch. Der Streit ist da. Oft ganz ohne böse Absichten. Mit einem anschaulichen Theatersketch führten die 4. Klässler diesen alltäglichen Mechanismus vor Augen.
Matthias Koch,
Streit gehört zum Leben. Schon die Christen damals in Ephesus stritten miteinander, sonst hätte es wohl kaum jenen Abschnitt im Epheserbrief gegeben, der Tipps zum Umgang mit Streit, Zorn und bösen Worten gibt (Eph 4,25-32). Dabei will man ja meistens gar keinen Streit und oft fängt ja alles so gut an - bis es zum Streit kommt.

Mit ihrem Theatersketch stellten die Kinder des 4.Klasse-Unterrichts diese Situation anschaulich dar: Die Roten und die Blauen begannen darüber zu streiten, ob denn nun die Nacht kommt oder der Tag geht, wenn es Abend wird. Bald flogen Schimpfworte und Steine bis nur noch Felsbrocken von einem einst so tollen Berg übrig waren. Da merkten die Roten und die Blauen, was sie angerichtet hatten; und sie lernten, dass je nach Perspektive irgendwie beide recht hatten.

Pfr. Matthias Koch führte den Gedanken weiter und fragte: Ja, wo sollen wir mit dem Friedensschluss beginnen? Anhand des Bildwortes vom Balken und vom Splitter (Mt 7,1-5) veranschaulichte er, dass der erste Schritt immer bei sich selbst liegt.

Als Zeichen der Versöhnung, die Kern des christlichen Glaubens ist, feierte die Gemeinde das Abendmahl. Die Kinder halfen beim Austeilen mit. Brot und Traubensaft zeigten auch, dass Versöhnung nicht nur gesprochenes Wort ist, sondern den ganzen Menschen mit seinen Sinnen ansprechen will. Die Kinder, die zusammen mit Doris Bollinger den Gottesdienst vorbereitet hatten, gaben zum Schluss allen einen farbigen Stein und eine kleine Zündholzschachtel mit: Ein Andenken an den Gottesdienst und eine Erinnerung: Jeder ist es gefragt, wenn es darum geht, Schritte zur Versöhnung zu wagen.
Autor: Matthias Koch     Bereitgestellt: 24.02.2019    
aktualisiert mit kirchenweb.ch