In der rasanten Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) sehen viele eine neue Form der menschlichen Überheblichkeit. Wir erschaffen ein Gegenüber, das uns in Wissen und Tempo übertrifft. Kehrt der Turmbau zu Babel in digitaler Form zurück?
Andreas Ehrat,
Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber unterschied zwischen der Ich-Es-Beziehung und der Ich-Du-Beziehung. Das „Es“ ist die Welt der Objekte, der Nutzung und der Daten – in diesem Feld ordnet sich die KI ein. Sie analysiert, berechnet und funktioniert. Doch das eigentliche Leben, so Buber, geschieht im „Du“. Ein Computer kann uns Informationen liefern, aber er kann uns nicht als Gegenüber begegnen. Er kann keine Beziehung zu Menschen oder zu Gott aufnehmen.
Die Sorge, dass die Technik uns überrollt, ist berechtigt. Doch gerade hier liegt die Hoffnung für uns als christliche Gemeinschaft. Paulus vergleicht die Gemeinde mit einem Körper: Viele Glieder, ein Leib. Wenn ein Glied leidet, leiden alle mit. In einer zunehmend digitalisierten Welt, die oft kühl und unheimlich wirkt, ist diese analoge, menschliche Nähe unser kostbarstes Gut. Rücksicht nehmen auf die anderen Glieder – das ist kein Algorithmus, sondern gelebte Nachfolge.
Wir müssen die Zukunft nicht fürchten. Die KI mag vieles können, aber sie kann nicht glauben, nicht hoffen und nicht lieben. Unsere Hoffnung gründet nicht auf technischer Perfektion, sondern auf der Zusage, dass wir in jedem „Du“ dem ewigen Du Gottes begegnen. Bleiben wir ein lebendiger Körper, der sich gegenseitig stützt, während wir mutig in die ungewisse, aber von Gott gehaltene Zukunft gehen.
Die Sorge, dass die Technik uns überrollt, ist berechtigt. Doch gerade hier liegt die Hoffnung für uns als christliche Gemeinschaft. Paulus vergleicht die Gemeinde mit einem Körper: Viele Glieder, ein Leib. Wenn ein Glied leidet, leiden alle mit. In einer zunehmend digitalisierten Welt, die oft kühl und unheimlich wirkt, ist diese analoge, menschliche Nähe unser kostbarstes Gut. Rücksicht nehmen auf die anderen Glieder – das ist kein Algorithmus, sondern gelebte Nachfolge.
Wir müssen die Zukunft nicht fürchten. Die KI mag vieles können, aber sie kann nicht glauben, nicht hoffen und nicht lieben. Unsere Hoffnung gründet nicht auf technischer Perfektion, sondern auf der Zusage, dass wir in jedem „Du“ dem ewigen Du Gottes begegnen. Bleiben wir ein lebendiger Körper, der sich gegenseitig stützt, während wir mutig in die ungewisse, aber von Gott gehaltene Zukunft gehen.