Auf Umwegen zum Ziel

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Gerade rechtzeitig traten Lockerungen zur Pandemie in Kraft, sodass die Löhninger Konfirmation in fast normalem Rahmen abgehalten werden konnte. Zwei Mädchen und sechs Burschen wurden konfirmiert.
Markus Müller,
Dass ein Pfarrer einen guten Draht nach oben hat, versteht sich von selbst. Dass Pfarrer Lukas P. Huber offenbar einen Einfluss auf den Bundesrat hat, zeigte sich am Sonntag indem die Pandemie Restriktionen genau am Tag vor der Löhninger Konfirmation gelockert wurden. Seit langem konnte ein Gottesdienst ohne Masken gefeiert werden. Es herrschte denn auch eine fröhliche Stimmung im vollen Pfarrgarten und es mussten zusätzliche Stühle und Bänke herbei getragen werden.

Die acht Konfirmanden und Konfirmandinnen standen im Mittelpunkt und gestalteten den feierlichen Familiengottesdienst auch weitgehend. «Was ist der richtige Weg», stellten sie am Beispiel der für sie aktuellen Berufswahl als Frage in den Raum. Was Eltern richtig finden, erfüllt sich nicht immer, Es führt zu Schul- und Lehrabbrüchen und zu Frustration auf beiden Seiten, zeigten sie am fiktiven Beispiel auf.

Mit dem englischen Lied «My Lightouse» wurden die Kämpfe, Zweifel, Misserfolge aber auch der Leuchtturm (Lighthouse) der Zuversicht gibt, musikalisch beschrieben.

Auf Umwegen zum Ziel

Drei Konfirmanden erzählten wie sie ihre Berufswahl fanden und sich nach Umwegen schlussendlich auf die Lehre oder weitergehende Schule freuen. «Ich habe begriffen, dass man auch auf Umwegen zum Ziel kommen kann», so ihr Fazit.

Zielerreichung auf Umwegen führt auch durch die Bibel, nahm Pfarrer Lukas P. Huber den Faden in der Predigt auf. Umwege konnten damals brutal sein mit Mord, Sklaverei und Unterdrückung, zeigte er am wechselhaften Weg von Moses auf.

Wichtig geblieben sei positiv zu denken, einen Plan B zu haben und die Zuversicht behalten, dass es immer einen Weg gibt, waren Tipps, die die Mitfeiernden den Konfirmandinnen und Konfirmanden als Tipps mitgaben – sie hatten mit dem Programmheft einen Kugelschreiber erhalten und sollten nun aufschreiben, was ihnen half, wenn es einen Umweg zu gehen hiess.

«Bleibt offen liebe Konfirmanden, hört auf das Aussergewöhnliche und erlebt Gott als einer der zum Ziel führt», gab Pfarrer Huber seinen Konfirmandinnen und Konfirmanden als Wunsch auf den Weg.

«Und wie steht's mit Ihnen und Gott?»

Die Konfirmation sei die Bestätigung der Taufe und von dem was bisher war, leitet er zur eigentlichen Konfirmation über. Zur Taufe konnten sie nichts sagen, zur Konfirmation seien sie aber in der Lage selber Stellung zu nehmen, forderte er die zwei Mädchen und sechs Burschen zum Lesen ihrer selbst gewählten Konfirmationssprüche auf. Es gehe nicht nur darum, wie sich die Konfirmanden sehen und wo sie stehen, sondern jeder solle sich wieder einmal fragen wo er selber stehe, stellte Huber in den Raum. Dann liess er das apostolische Glaubensbekenntnis gemeinsam von der ganzen Kirchgemeinde lesen.

Die Konfirmationsfeier im Pfarrgarten wurde von der Organistin Ute Schilling, einer Miniband (Nicole Wyss am E-Piano und Valentin Huber an der Gitarre) und der Gesangsgruppe (Andrina Ernst, Dave Giger, Florian Huber und Deborah Wyss) musikalisch begleitet.

Foto: Pfarrer Lukas P. Huber mit den Konfirmierten Kai Lischewski, Marvin Mettler, Nico Brönnimann, Noah Roost, Yannis Equilino, Natalie Peter, Sarah Plieninger und Florian Huber (v. l. n. r.).

Den Konfirmations-Gottesdienst kann man hier nachschauen:

(Der Ton ist durch eine Fehleinstellung am Streaming-Mischpult bis Mitte Predigt deutlich suboptimal.)
Konfirmation 2021
26.06.2021
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