«Bis zum Himmel!»

Schulbeginn 2016 Min Gott isch so gross<div class='url' style='display:none;'>/kg/loehningen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>3676</div><div class='bid' style='display:none;'>32591</div><div class='usr' style='display:none;'>108</div>

Die Geschichte von Jakobs Himmelsleiter bot den Rahmen des Familiengottesdienstes zum Schulbeginn in der Kirche Löhningen. Es war ein abwechslungsreicher Gottesdienst; speziell wichtig: die Segnung der 50 Kinder, die gekommen waren. Es folgte das Grillfest im Pfarrgarten.
Lukas P. Huber,
Die Kirche war mit 120 Personen gut gefüllt, als zur Orgelmusik von Manfred Jakob die Kinder in die Kirche einzogen und ihren Schulthek oder das Chindsgi-Täschchen im Chorraum der Kirche Löhningen deponierten. Ebenfalls vorne aufgestellt war eine grosse Leiter, die fast «bis zum Himmel», sprich bis kurz unter die Decke der Kirche reichte.

Nach der Begrüssung begleitete die Familiengottesdienst-Band ein paar Lieder, in denen Gott gelobt wird. Zu einem der Lieder wurden die Kinder gebeten, aufzustehen und den Liedertext mit Bewegungen zu untermalen: «Min Gott isch so gross»…

Es folgte mit Bildern die Geschichte der Himmelsleiter, die Jakob im Traum sieht (im Original findet sich diese Geschichte in 1. Mose 28).

Während die 50 Kinder im Mesmerhuus aus Pfeifenputzer «Engel» bastelten, predigte Pfarrer Lukas P. Huber über das Leben von Jakob. Eine erstaunliche Geschichte: Jakob betrügt nicht nur seinen Bruder um das Erstgeburtsrecht (also um das Erbe) und den Erstgeborenen-Segen, er belügt auch seinen Vater brandschwarz, und das auf dem Totenbett (1. Mose 27). Und ausgerechnet diesem Betrüger begegnet Gott mit einer sagenhaften Verheissung, erzählte Huber:

«Und der HERR stand oben darauf und sprach:
Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott;
das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben…
Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst,
und will dich wieder herbringen in dies Land.
Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.
(1. Mose 28,13.15)
Da müsse man sich schon fragen: «Gott, was tust du da, wie kann das sein?!»

Allerdings, bekannte der Pfarrer: «Mein zweiter Vorname ist Jakob: Lukas Jakob Huber.» Das sei nicht der zweite Vorname, den ihm seine Eltern gegeben haben, aber, wenn er diese Geschichte lese, dann sei es seine Geschichte: Ausgerechnet ihm, mit seinen Fehlern und den Gemeinheiten, die manchmal aus ihm herauskommen, begegne Gott. «Und, wenn ich einmal so direkt sein darf: Das ist auch Ihre Geschichte», sagte er zu den Gottesdienst-Besucherinnen und Besuchern. Zur Verdeutlichung liess er die Gemeinde den eigenen Vornamen mit dem zweiten Vornamen Jakob und dem eigenen Nachname laut aufsagen.

Die Geschichte von Jakob sage, fuhr Huber weiter, dass Gott den Menschen wohlgesonnen sei und eine grosse Verheissung für jeden habe, auch für jene Kinder, die manchmal schwer zu ertragen sind.

Darum auch der Segen, der auf die Begrüssung der Kinder des kirchlichen 3.- und 5.-Klass-Unterrichts folgte: Die Kinder wurden eingeladen, nach vorne zu kommen und sich persönlich segnen zu lassen von einer der acht Erwachsenen, die mit den Kindern beteten und sie segneten.

Auf den Segen und den Auszug folgte bei schönstem Wetter der Aperitif im Pfarrgarten, organisiert durch Ursula Schöttli, und das anschliessende Grillfest, an dem Jung und Alt zusammen essen und plaudern konnte. Ruedi Spörndli begrüsste dann auch die Neuzuzüger der Kirchgemeinde.

Um 16 Uhr dann, als die Kinder ausführlich «Bioraketen» in den Himmel geschickt hatten (Pet-Flaschen, die zu einem Drittel mit Wasser gefüllt und mit einer Velopumpe zum fliegen gebracht wurden), während andere Kinder im Brunnen vor dem Pfarrhaus badeten, endete der Schulbeginn-Familiengottesdienst mit Grillfest.

Ein Zusammenschnitt des Familiengottesdienst kann hier angehört werden:



Unter diesem Link kann der Zusammenschnitt direkt heruntergeladen werden.

Die Seite für die Predigten der Kirchgemeinden zum Nachhören finden Sie hier.



Autor: Lukas P. Huber     Bereitgestellt: 16.08.2016