Jubiläumsband zum Reformator Johann Conrad Ulmer

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Bereits Anfang Dezember 2020 ist der Ulmer-Jubiläumsband zum 500. Geburtstag des Reformators erschienen, doch muss die Schauspieler-Lesung zur Vernissage wegen Corona auf August 2021 verschoben werden. Der Titel lautet: Johann Conrad Ulmer (1519-1600), Vollender der Reformation in Schaffhausen, Band 92 der Schaffhauser Beiträge zur Geschichte.
Doris Brodbeck,
Johann Conrad Ulmer, der Schaffhauser Reformator, ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Schaffhauser Geschichte und einer der profiliertesten Schweizer Reformatoren. Umso erstaunlicher, dass sein Leben und Werk bis jetzt von der Forschung nicht angemessen gewürdigt wurden. Der neueste Band 92 der Schaffhauser Beiträge zur Geschichte des Historischen Vereins schafft nun Abhilfe: Namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland zeichnen ein facettenreiches Porträt des grossen Schaffhausers. Das Buch ist ab sofort im Buchhandel erhältlich zum Preis von 48 Franken.

Die meisten Aufsätze in diesem Band gehen auf Vorträge an der wissenschaftlichen Tagung zum 500. Geburtstag von Johann Conrad Ulmer im März 2019 in Schaffhausen zurück.
Weitere Beiträge von profunden Kenner:innen Ulmers und der Geschichte der Reformation komplettieren den Band, der als neues Standardwerk auf aktuellstem Forschungsstand über die Schaffhauser Reformation gelten kann. Dem interessierten Schaffhauser Publikum bietet sich die Gelegenheit, eine der bedeutendsten Schaffhauser Persönlichkeiten der frühen Neuzeit erstmals oder neu kennenzulernen. Und für die internationale Reformationsgeschichtsforschung gewinnen Schaffhausen und sein Reformator eine angemessene Sichtbarkeit, die auf weitere Erkenntnisse und neue Forschungen hoffen lässt.
Aus dem Inhalt seien herausgegriffen:
Dr. Roland E. Hofer: "Ohne Ulmer keine Reformation?" - Der Schaffhauser Staatsarchivar fasst die Schaffhauser Reformation zusammen und würdigt Ulmers Rolle darin
Dr. Urs B. Leu: "Nihil dignum habeo…" - Der Leiter der Abteilung Alte Drucke und Rara der Zentralbibliothek Zürich beleuchtet Ulmers umfangreichen Briefwechsel mit Heinrich Bullinger und anderen Zürcher Gelehrten.
Prof. Dr. Wilhelm Kühlmann: "Ulmers Trostgeschrifft für angefochtne und betrübte Herzen". Der renommierte Heidelberger Germanist untersucht einen interessanten Text von Ulmer, aus dem ein empathischer Seelsorger aus der Distanz von 450 Jahren zu uns spricht
Weitere Facetten zeigen Ulmer als Liederdichter und Dramatiker, reformatorische Überlegungen zur Heiratspolitik, Ulmers Kontakte ins calvinistische Genf oder beschreiben die Rolle Ulmers als Leiter der Schaffhauser Pfarrbibliothek.

Zum Buch: Dreizehn Beiträge, hervorgegangen aus einer Tagung zum 500. Geburtstag, beleuchten Ulmers Wirken in Lohr und Schaffhausen, seine Korrespondenzen mit Bullinger, Beza und anderen Gelehrten des In- und Auslands, seinen Katechismus, seine Liedtexte und Bibeldramen, die «Trostschrift für betrübte Herzen» und die Übersetzung einer Schrift des Kirchenvaters Theodoret. Alle Beiträge profitieren von der kürzlich erfolgten Neuerschliessung der «Ulmeriana», des Nachlasses des Reformators in der Ministerialbibliothek der Stadtbibliothek Schaffhausen.
Online ist von der Ulmeriana das Briefverzeichnis und die Korrespondentenliste frei zugänglich. » http://www.reformation-sh.ch/ulmer

Johann Conrad Ulmer (1519-1600), Vollender der Reformation in Schaffhausen
Schaffhauser Beiträge zur Geschichte 92 (2020)
301 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Chronos-Verlag 2020
ISBN: 978-3-0340-1595-0
CHF 48.-

Dokumente

Herzliche Einladung zu Kommentaren

Bitte Name dazu notieren. Danke.
19.12.2020 20.01 Doris Brodbeck
Lieber Werner, danke für die Erinnerung. Habe die Rezension oben unter die Dokumente eingereiht! Liebe Grüsse, Doris
19.12.2020 18.47 Werner Näf
Karl Hotz hat sich in den Schaffhauser Nachrichten sehr lobend über den Band geäussert. Der Link zur Rezension: » Link (nur für Abonnenten)