Freiheit, die dem anderen dient

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An der Konfirmation vom 6. September im HofAckerZentrum drehte sich alles um die Freiheit und die Verantwortung, die sie mit sich bringt.
Adriana Di Cesare,
Freiheit ist ein Begriff, der gut zu jungen Menschen passt, die ins Leben aufbrechen. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden, die am 6. September im HofAckerZentrum den Aufbruch in ihre religiöse Mündigkeit feierten, präsentierten in einem stimmigen Gottesdienst, was Freiheit für sie bedeutet.
Sabeth Sturm, Moritz Spengler, Leandro Steiger, Lisa Spitz, Flurin Ruf, Fabrice Bührer, Gianna Dalle Feste und Flurin Ruf nahmen in Begleitung von Pfarrer Daniel Müller zu Pianoklängen von «I don’t wanna miss a thing» von «Aerosmith» auf der Bühne Platz. Sie stellten einander mit einer Power Point Präsentation vor. Im Zentrum standen dabei Charaktereigenschaften wie humorvoll, kreativ, loyal, fröhlich oder fürsorglich, die von einem wertschätzenden Umgang miteinander zeugten.
Die Lesung handelte von einer Schlüsselstelle in der Bibel: Der Teilung des roten Meeres beim Auszug der Israeliten aus Ägypten. Sie leitete das Thema des Konfirmationsgottesdienstes ein: Die Freiheit.
Nacheinander erzählten die Konfirmandinnen und Konfirmanden, was Freiheit für sie bedeutet. Der Spannungsbogen erstreckte sich dabei vom Wasserskifahren über Meinungs-, Bildungs-, und Glaubensfreiheit bis hin zu einem Netflix-Abend mit Popcorn. Der gemeinsame Nenner: Jeder Mensch hat dasselbe Recht auf Freiheit. Sie gilt für alle Aspekte des Lebens. Es gilt, die Freiheit des anderen zu respektieren. Ohne Freiheit würden wir Menschen zerbrechen.
Diese Gedanken führte Daniel Müller in seiner Predigt weiter aus mit dem Pauluswort: «Denn zur Freiheit seid Ihr berufen!». Daniel Müller hielt fest, dass Freiheit nicht von selber kommt, dass sie erkämpft ist durch Revolution, soziale und politische Bewegungen. «Wir werden nicht frei geboren. Selbstbestimmtes Leben ist nicht selbstverständlich», sagte der Pfarrer und erinnerte an die späte Errungenschaft des Frauenstimmrechts in der Schweiz. Es sei jedoch wunderbar, wenn «das Virus der Freiheit» um sich greife, insbesondere, wenn Türen aufgehen und junge Leute ins Leben aufbrechen würden. Er wünschte den Konfirmandinnen und Konfirmanden jene Freiheit, die dem anderen zur Liebe dient.
Nach dem Konfirmationsakt, der sich coronabedingt auf das Zusprechen des Bibelzitates und die Segnung beschränkte, überbrachte Kirchenstandspräsidentin Christine Thommen den Konfirmandinnen und Konfirmanden ein Grusswort im Namen der Kirchgemeinde. Sie reflektierte den Begriff Freiheit mit Verweis auf die Präambel der Bundesverfassung, welche die Freiheit an erster Stelle nennt. «Freiheit heisst auch Verantwortung tragen», sagte Thommen und erinnerte an die Schwachen in der Gesellschaft, für die es sich einzusetzen gelte.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von Peter Geugis am Flügel begleitet. Auch Sabeth Sturm, Lisa Spitz und Fabrice Bührer brachten Klavierstücke zu Gehör.
Eine Konfirmandin weilte bereits im Auslandsjahr in England, ihre Konfirmation hat zu einem früheren Zeitpunkt stattgefunden. Eine weitere Konfirmandin hat sich aufgrund der Corona-Infektion eines Familienmitglieds in Quarantäne befunden. Ihre Konfirmation findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.






Konfirmation 2020
09.09.2020
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