Wiehnachts-Stubete

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Für einmal anders - hiess es auf der Einladung. Anders, weil nicht wie traditionell am ersten Weihnachtstag, sondern am Stephanstag und anders, weil nicht in unseren Räumlichkeiten, sondern in der Gassenküche an der Hochstrasse 34. Wer würde der Einladung folgen?
Nicole Russenberger,
Kurz vor 11:30Uhr begannen sich die Tische zu füllen. Ein feines Menue erwartete die Gäste und bis um 12Uhr waren alle Plätze besetzt und der Raum mit knapp 60 Personen gefüllt. Stammgäste, Freunde des Vereins für Jugend, Prävention und Suchtfragen VJPS, Vorstandsmitglieder, Menschen aus unseren Gemeinden und solche die einfach mal reinschauen wollten. Ein junger Mann erzählte mir, dass er nach einer schweren finanziellen Krise hier wieder Freunde gefunden habe und nun jeden Tag hier esse. Eine Mutter bat mich zu Beginn eine Kerze für alle aus diesem Kreis Verstorbenen anzuzünden. Ein Gedenken auch an ihren Sohn, der vor Jahren suchtkrank starb. Und da gab es die drei Männer, die lieber draussen am Festbank vor der Gassenküche assen und sich herzlich für das feine Essen bedankten. Oder die junge Frau, die beim Lotto spielen so grosse Freude an ihrem gewonnenen Geschenk zeigte und alle überstrahlte.
Was bleibt? Das Gefühl, dass es richtig und gut war. Das Gefühl, dass wir einfach da waren und es genügte.
Danken möchte ich meinen Helferinnen und Helfern. Peter Tschannen für sein unkompliziertes Engagement und Erika Meister, die sich spontan entschlossen hatte uns zu unterstützen.
Danken möchte ich dem Team der Gassenküche für den Raum und der Köchin Rita Mettler für das feine Essen.
Die Wiehnachts-Stubete für einmal anders, wahrlich eine Begegnung der besonderen Art am Stephanstag!