Lukas P. Huber

Ein gut investiertes Geschenk

Mesmerhuus-Umbau Ansprache Ruedi Spoerndli<div class='url' style='display:none;'>/kg/jungschi/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4481</div><div class='bid' style='display:none;'>43897</div><div class='usr' style='display:none;'>108</div>


Im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst wurde am 8. April 2018 das ausgebaute Dachgeschoss des Mesmerhuus Löhningen seiner Bestimmung übergeben. Der Ausbau ist gut gelungen! Anstoss und Ermöglichung des Projekts gab eine Schenkung im Betrag von 100'000 Franken, die zweckbestimmt eine Investitionen in das Mesmerhuus vorsah.
Markus Müller,

Bereits in der Predigt baute Gastpfarrer Werner Näf aus Gächlingen die Brücke zur anschliessenden Einweihung des Dachgeschosses im Mesmerhuus Löhningen. Näf nahm die Auferweckungsgeschichte von Lazarus in Johannes 11 (hier der Bibeltext dazu) zum Anlass, um von der Auferstehung zur «Aufstehung» überzuleiten. In der über 1200-jährigen Löhninger Geschichte sei keine Auferstehung bekannt, aber unzählige Aufstehungen: Menschen hätten sich wieder aufgerappelt und aufgefangen sowie neue Energie und Lebensfreude gefunden.

Auch das Mesmerhuus sei diverse Male «aufgestanden». Nach dem Rücktritt des letzten Mesmers Jakob Spörndli, der noch im Haus wohnte, sei 1976 die erste bauliche Aufstehung mit dem Ausbau des Saals im Parterre und dem Einbau zweier WCs erfolgt. Die jüngste Aufstehung sei mit dem Ausbau des Estrichs abgeschlossen; das Dachgeschoss werde in den Frühlingsferien bereits in der Kinderwoche von siebzig Kindern genutzt.


Elf Monate Bauzeit


Elf Monate seien seit der Kreditbewilligung durch die Kirchgemeinde verstrichen, sagte Kirchenstandspräsident Ruedi Spörndli bei der Einweihung. Dank guter Planung und der engagierten Bauleitung durch Walter Bollinger, dank prompter und präziser Arbeit der einheimischen Handwerker und viel Eigenleistung sei das grosse Bauvorhaben fertig gestellt, sagte Spörndli im Hinblick auf die intensive Bauphase.

Spörndli bedankte sich bei allen Beteiligten, und die vielen Besucher pflichteten ihm wohl nach der Besichtigung bei, dass der Ausbau gut gelungen war und eine Bereicherung für die Kirchgemeinde, aber auch die ganze Bevölkerung ist.

Das Haus solle möglichst vielen dienen und zum Segen werden, wünschte sich Spörndli nämlich im Gespräch. Das Mesmerhuus werde bereits bisher von Spielgruppe, Mütter- und Väterberatung, Altersnachmittagen, Musikschule, Unterricht, Vereinen und privaten Anlässen rege genutzt. Mit dem grosszügigen Ausbau des Estrichs seien noch viel mehr Möglichkeiten gegeben. Neben dem Saal im Parterre, mit der neuen behindertengerechten Toilette, ebenfalls im Parterre, neben den drei Zimmern im ersten Stock steht neu im Dachgeschoss ein grosser Raum mit einer offenen Empore zur Verfügung.

Das alte Gebälk des Estrichs wurde restauriert und gibt dem Raum eine besondere Note. Es wurde eine Küche eingebaut sowie einem alten Anliegen stattgegeben mit zwei Geschirr-Abwaschmaschinen (eine im Dachgeschoss und neu eine in der Küche des Saals im Parterre).

Das überraschende und überraschend grosszügige Geschenk

Auflagen und Wünsche von Feuerpolizei und Pro Infirmis hätten etwas Kopfzerbrechen bedeutet, konnten aber gut gelöst werden, so Spörndli weiter. Eigentlicher Auslöser für den Ausbau sei eine Schenkung von 100'000 Franken gewesen mit der Auflage, das Geld für Investitionen ins Mesmerhuus zu verwenden.

Pfarrer Lukas P. Huber dankte der Kirchgemeinde, der Baukommission und den vielen Beteiligten. Es seien viele handfeste Dinge realisiert und eingebaut worden. Dabei gehe es eigentlich nicht um das Material und den schönen Raum an sich, sondern darum, dass das Haus den Menschen dient, die das Haus benutzen, und dem Bau des Reiches Gottes. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied «Wo der Herr das Haus nicht baut, ist die Arbeit umsonst», einem von Pfarrer Huber gesprochenen Gebets und dem Apéro wurde das neu in drei Stöcken nutzbare Mesmerhuus den Nutzern übergeben.

Ein Ausschnitt des Gottesdienstes mit Lesung und Predigt von Pfarrer Werner Näf (Gächlingen) kann hier angehört werden:



Unter diesem Link kann der Zusammenschnitt direkt heruntergeladen werden.

Die Seite für die Predigten der Kirchgemeinden zum Nachhören finden Sie hier.
Bereitgestellt: 07.04.2018      
aktualisiert mit kirchenweb.ch