Wo sich Party und Kirche nicht ausschliessen

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Gegen 4000 Personen besuchten die vier Gottesdienste im Rahmen der WOWGOD-Days Schaffhausen in der BBC-Arena, dem grossen Jugendevent von über 20 Gemeinden aus Landes- und Freikirchen. Hier ein Bericht der Celebration vom Freitag, 16. September 2016.
Lukas P. Huber,
Gut zwei Jahre dauerte die Vorbereitung, über 700 Besucherinnen und Besucher wollten dabei sein, als die WOWGOD-DAYS Schaffhausen vergangenen Freitag schliesslich starteten. WOWGOD ist ein Jugendevent, für den sich über 20 Kirchgemeinden aus Landes- und Freikirchen engagierten. Die WOWGOD-DAYS starteten fulminant: Im Vorraum der zur Konzerthalle umgebauten BCC-Arena konnten die Teenager und jungen Erwachsenen als Vorprogramm Bubble Soccer spielen, sprich in aufblasbaren Kugeln gegeneinander «Fussball» spielen; wer zusah, wurde von DJ Midi mit Musik unterhalten.

Pünktlich um 19:45 Uhr startete die erste WOWGOD-Celebration mit einer Leuchtstab-Animation. Das Publikum liess sich sehr schnell begeistern für den Abend, der geplant war als Mischung von Party und Glaubensevent. Unterhaltsam ging es gleich weiter: Das Moderationspaar Joyce Graf und Jan Lobsiger veranstaltete mit den Sängern der extra für den Abend aus Deutschland eingeflogenen Band «Good Weather Forecast» ein Sing- und Tanzspiel mit dem Publikum. Es folgten zwei moderne Kirchenlieder der WOWGOD-Band, worauf Hauptredner Michel Steffen das Mikrophon übernahm. In einer engagiert vorgetragenen Rede erzählte er die biblische Geschichte des Gelähmten, der von vier Freunden zum Haus getragen wird, wo Jesus spricht. Sie finden keinen Platz im Haus, also steigen sie auf das Dach, decken es ab und lassen den Gelähmten durch das Loch im Dach hinunter zu Jesus. Dieser sieht, heisst es im Markus-Evangelium, Kapitel 2, den Glauben der vier Freunde und sagt zum Gelähmten: «Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.» Anschliessend heilt er den Mann.

Steffen wollte den Jugendlichen drei Dinge mit auf den Weg geben: Jeder im Saal werde von Gott als geliebter Sohn, als geliebte Tochter angesprochen. Zweitens sei Vergebung möglich. Die-
se Aussage wurde durch ein eindrückliches Interview mit einer jungen Frau unterstrichen. Sie erzählte, wie ihr Vater die Familie im Stich gelassen habe, und wie sie später als Erwachsene von ihrem Freund verlassen worden sei, was sie emotional zerstört habe. Dank Seelsorge und ihrem Glauben habe sie es unterdessen geschafft, diesen beiden Männern zu vergeben, das habe sie enorm entlastet, berichtete die junge Frau.

Der dritte Punkt von Michel Steffen: Gott sei ein Gott der Wiederherstellung und des Neuanfangs, und das wolle er auch heute noch tun. Zum Abschluss der Predigt lud Steffen das Publikum ein, die Augen zu schliessen und fragte, ob es Menschen im Saal gebe, die entweder eine Beziehung zum «Gott der Liebe» aufnehmen oder die neu mit diesem Gott anfangen wollten. Ihnen wurde die Gelegenheit gegeben, zu einem grossen Kreuz im vorderen Bereich der Halle zu kommen, wo Seelsorge-Helfer sie in Empfang nahmen, um mit ihnen in der «Reset-Lounge» die Entscheidung zu vertiefen und für sie zu beten. Den Teenagern wurde darauf auch ein Flyer für einen lokalen Glaubenskurs in die Hand gedrückt.

Den WOWGOD-Verantwortlichen ist es wichtig, dass eine Entscheidung für den christlichen Gott nicht das Gefühl eines Abends bleibt, sondern dass dieser Glaube in einem Jugendglaubenskurs erklärt und in den Alltag integriert wird.

Das Ende der WOWGOD-Celebration war nicht das Ende des Abends. Nach einer kurzen Umbau- pause rockten «Good Weather Forecast» den Saal und hinterliessen eine grosse Schar ver- schwitzter und glücklicher Teenager.

Direkt nach den WOWGOD-DAYS in der BBC-Arena folgen in verschiedenen Kirchen von Hallau bis Stein am Rhein Glaubenskurse für Teenager und Jugendliche. Zudem werden die vielen Kleider- säcke sortiert, die die Besucherinnen und Besucher der WOWGOD-DAYS gebracht hatten. In der Aktion «Do Something Now» waren die Jugendlichen aufgefordert worden, ihren Kleiderkasten aufzuräumen und das nicht mehr Gebrauchte für Bedürftige mitzubringen. Die Hilfsorganisation «Licht im Osten» wird die Kleider in verschiedenen Ländern Osteuropas verteilen.

Ps: Am Sonntag morgen fand der traditionalle Bettags-Gottesdienst der Evangelischen Allianz der Stadt Schaffhausen im Rahmen der WOWGOD-Days statt, allerdings in ganz spezieller Zusammensetzung: Er wurde gestaltet von Vertretern der beteiligten Freikirchen, dem katholischen Priester Marco Vonarburg und dem reformierten Pfarrer Lukas P. Huber. Die Predigt hielt Andreas «Boppi» Boppart über die Kraft der Einheit.
Autor: Lukas P. Huber     Bereitgestellt: 19.09.2016