Hilfe - meine Eltern werden alt

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Die kirchliche Vortragsreihe schenkte die Aufmerksamkeit den Angehörigen, die sich um einen Menschen kümmern, der immer mehr auf Hilfe angewiesen ist. Dabei ging es um Fragen der Ethik und um Hilfsangebote, die bei gezogen werden können. Und um die Gefühle der Angehörigen.
Peter Vogelsanger,
„Kümmerer“ könnte man diese Menschen nennen. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Eltern, ihren Lebenspartner oder vielleicht sogar um einen Menschen, mit dem sie nicht mal verwandt sind. Es fängt mit gelegentlichen Gefälligkeiten wie Einkaufen, Hilfe beim Wäscheaufhängen und geduldigem Zuhören an und endet ... manchmal in der Ratlosigkeit und eigenen Erschöpfung. Liselotte Vogt stellte die Beratungsstelle Orbetan vor. Diese bietet tagsüber eine helpline an (Tel. 0840 40 40 40). Cornelia Wunderli leitet die Angehörigengruppe der Alzheimervereinigung. Sie entlastete Angehörige von einem vermeintlich schlechten Gewissen, wenn sie auf die Grenzen ihrer Belastbarkeit pochen. Niemand ist verpflichtet, einen Angehörigen pflegen. Gegenüber einem dementen Angehörigen kommen zur Hilflosigkeit oft noch die Gefühle von Einsamkeit und Abschied hinzu. Manche Menschen haben Angst, im Alter die Würde zu verlieren. Diese Angst nahm Dr. Heinz Rüegger und redete gleichzeitig unserer Gesellschaft ins Gewissen: die Würde von uns Menschen ist unabhängig von Leistungen. Niemand kann sie verlieren, niemandem kann sie genommen werden. Er entlarvte die „anti-aging“ Bemühungen als Abwertung des Alters. Auch wenn die Verluste beim Altwerden offensichtlich sind, ist das Altsein und das Uraltsein ein Lebensalter mit ganz besonderen Qualitäten. Diese dürfen wir als Gesellschaft und darf jeder einzelne für sich selber nicht aus dem Blick verlieren.
Autor: Peter Vogelsanger     Bereitgestellt: 25.01.2018