Gottesdienst "Mol anderscht"

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Trotz des Gächlinger Herbstfest-Mottos "Mol anderscht" gab es beim Gottesdienst im Festzelt wenig, das anders lief als gewohnt. Pfarrer Werner Näf, Brigitte Christen von der katholischen Ortsgruppe und Res Schnetzler von der Chrischona-Gemeinde diskutierten aber darüber, wie es wäre, wenn sich die Impf-Befürworter und -gegner anders begegnen würden, als dies oft der Fall ist: barmherziger und respektvoller.
Marianne Näf-Bräker,
Beinahe wäre eine Mitarbeiterin der Musikgesellschaft beim Einrichten über das grosse, geschnitzte Holz-B gestolpert. Normalerweise steht es vorne in der Kirche und erinnert an die Jahreslosung: "Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist." Am ersten Sonntag im Oktober stand es mitten zwischen den Festtischen im Musikzelt. Es wies die Besucher/innen aus der Region darauf hin, dass barmherzig sein eine Alternative ist zu den aggressiven Beleidigungen, die in diesen Zeiten ausgeteilt werden. "Schlötterling aahänke" ist oft die Reaktion auf Weisungen des Bundesrates, je nachdem, ob man die Pandemie-Massnahmen unterstützt oder dagegen kämpft. Es ist für beide Seiten nicht einfach, sich gegenseitig zu verstehen. Aber lohnt es sich, deswegen langjährige Freundschaften auf's Spiel zu setzen?
Solchen und ähnlichen Fragen ging Pfarrer Werner Näf in seiner sprachkräftigen Predigt nach und diskutierte diese anschliessend auf der Bühne mit den beiden Gächlinger Mitchristen aus anderen Kirchen, die im ökumenischen Gottesdienst mitwirkten. Die herausfordernden Worte von Jesus standen ebenfalls im Raum: "Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen."
Für die musikalische Gestaltung sorgte eine Bläsergruppe der Musikgesellschaft Gächlingen unter der Leitung von Remo Arpagaus. Sie hatten am Vorabend ihre neue Uniform präsentiert und freuten sich, endlich wieder einmal vor Publikum spielen zu können.
Gottesdienst am Herbstfest 2021
03.10.2021
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