Marianne Näf-Bräker

Neugestaltung des Friedhofs Gächlingen

Bank blickt nach Süden (Foto: Werner Näf)

Was im Jahr 2019 mit der Einberufung einer Kommission begann, endete im Juni 2021 mit einem Einweihungsapéro auf dem neu gestalteten Friedhof von Gächlingen. Eingeladen dazu waren die Mitglieder des Gemeinderats und des Kirchenstandes, die Mesmerin, der Bestattungsbeamte und der Gemeindearbeiter.
Bettina Müller
Der Gemeindepräsident bezeichnete die Neugestaltung in seiner Ansprache als Meilenstein für Gächlingen und freute sich zusammen mit den Anwesenden über das gelungene Werk. Der Friedhof sei in dieser Pandemiezeit ein spezieller, eher schwermütiger Ort, doch die Neugestaltung mache ihn beinahe zu einem Park, der mit dem Platz und der gepflanzten Baumreihe zum Verweilen einlade. Zusammen mit Flora Gartenbau erarbeitete man ein Konzept, welches sich sehen lassen darf. Der Kiesweg wurde durch einen rollstuhlgängigen Weg mit hellen Verbundsteinen ersetzt, ein neuer Platz mit Sitzbänken erschaffen, die Bepflanzung angepasst und das Gemeinschaftsgrab vergrössert.

Der anwesende Hochbaureferent Oliver Jauch durfte das Projekt bei seinem Amtsantritt vom Vorgänger fast fertig übernehmen und noch zu Ende bringen. Der erste Rasenschnitt sei nun noch der Flora Hallau vorbehalten, bevor dann der Gemeindearbeiter in Zukunft die Fläche unterhalten müsse. Die Bäume werden später Schatten spenden, so dass man gut einige Zeit auf dem Friedhof verweilen kann. Die viele grünen Flächen, die niedrige Mauer und die Aussicht auf Felder und Wälder lassen die Gächlinger Begräbnisstätte schon seit jeher offen und keineswegs erdrückend wirken. «Wir kommen heute auf einem Platz, der die Gegenwart und die Vergangenheit vereint, zusammen zum Feiern und Einweihen», sagte dann auch Pfarrer Werner Näf in seiner Rede und nannte den Friedhof einerseits eine wichtige Gedenkstätte, andererseits wäre es zu schade, wenn man den neuen Platz in Zukunft nur für Beerdigungen nutzen würde. Es sei klar, dass man mit der Umzäunung gewisse Tiere aussperren möchte, doch die Bevölkerung sei herzlich willkommen und die Toten würden sich bestimmt auch an Kindergeschrei nicht stören.

Immer wieder kommen auch Angehörige von Verstorbenen von weit her und auch diesen Menschen steht nun ein Ort zum Sitzen und Innehalten zur Verfügung. So bedankte sich die Kirchgemeinde dann auch bei der politischen Gemeinde für die Unterstützung und man stiess zusammen mit einem feinen Gächlinger Wein auf den geglückten Umbau an.
Bereitgestellt: 22.06.2021      
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