Marianne Näf-Bräker

Eine Konfirmandenwoche voller Herausforderungen

Konfwoche 2021 (Foto: Lukas P. Huber): Teamsitzung

Statt eine Woche im Toggenburg zu verbringen, trafen sich die Konfirmandengruppen von Beringen, Löhningen-Guntmadingen, Gächlingen und Neunkirch in der Zimmerberghalle und starteten gemeinsam ins Konfirmandenjahr. Bei Sport, Spiel, Gesprächen und einer Wanderung wurden sie zum Mitdenken und Mitmachen herausgefordert.
Marianne Näf-Bräker,
Am ersten Tag der Frühlingsferien fuhren die Konfirmand/innen aus Löhningen und Beringen wie gewohnt mit dem Fahrrad zum Schulhaus Zimmerberg in Beringen - nicht zum Unterricht, sondern zur Konfwoche in der Zimmerberghalle. Eine Woche auf dem Schulareal, die nichts mit Schule zu tun hat? Sie nahmen die Herausforderung an und stellten sich auf das Programm ein, das ein regionales Leiterteam für sie vorbereitet hatte! Die Hälfte der Leiter/innen war kaum älter als die Konfirmand/innen. Sie organisierten mit Unterstützung von Annika Spichiger einen Spielnachmittag, verschiedene Workshops, forderten die Jugendlichen zu Sport und Diskussionen heraus und leiteten Gruppengespräche. Leiterförderung wird in den Kirchgemeinden Beringen, Löhningen-Guntmadingen und Gächlingen grossgeschrieben. Diese drei Kirchgemeinden boten die Konf-Woche gemeinsam an.

Durch die täglichen Kurzpredigten und andere Denkanstösse stellten sich die Teilnehmer/innen den Fragen, die an der Schwelle zum Erwachsenwerden grosse Bedeutung haben: Wer bin ich? Was sind meine Begabungen? Wie treffe ich Entscheidungen und kann mit den Konsequenzen leben? Was passiert, wenn ich Fehler mache? Und welche Antworten würde Gott auf diese Fragen geben?

In kleinen Gruppen bekamen die Teilnehmer/innen den Auftrag, ein kurzes Video aufzunehmen, in dem sie ein Bild für Gott suchten. Diese Filme wurden im Abschlussgottesdienst am Ende der Woche gezeigt. Originelle Statements entstanden: Gott ist wie ein Turnschuh, wie ein Schwamm, ein Baum oder ein Trainer.

Zwischen den einzelnen Herausforderungen tankten die Jugendlichen und ihre Begleiterinnen neue Energie. Das versierte Küchenteam unter der Leitung von Silke Kirgis bereitete mit viel Liebe leckere Mahlzeiten, die restlos verspiesen wurden.

Am Mittwoch wanderte die ganze Gruppe auf den Spuren der Täufer über den Randen. Der steile Aufstieg von Hemmental verursachte nicht nur Durst und Blasen, sondern auch Erstaunen: „Diesen Weg haben die Täufer wirklich freiwillig unter die Füsse genommen?“ Dass sie damit ihre Freiheit oder sogar ihr Leben riskierten, vereinfachte das Verständnis für die Haltung dieser Gemeinschaft nicht besonders. Glaube ist mehr als am Sonntag in die Kirche zu gehen: Das kam in dieser Woche auch durch verschiedene Lebensgeschichten zum Ausdruck - aus der biblischen Zeit, dem aktuellen Klettgau oder einem Film aus den USA.

Der Einstieg ins Konfirmandenjahr ist gelungen und wird hoffentlich die Teilnehmer und Leiterinnen daran erinnern, dass Herausforderungen zum Leben gehören und wir an ihnen wachsen können.
Bereitgestellt: 27.04.2021      
aktualisiert mit kirchenweb.ch