Sebastian Ebi

Sponti-WG

Titel 2 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Sebastian&nbsp;Ebi)</span><div class='url' style='display:none;'>/kg/gaechlingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>703</div><div class='bid' style='display:none;'>62143</div><div class='usr' style='display:none;'>521</div>

Ab dem 12. August haben rund 15 junge Erwachsen aus der Jugendarbeit Klettgau, 47 Tage zusammen in einer spontanen Wohngemeinschaft (WG) gelebt. Die Idee ist, wie es der Name schon sagt, spontan entstanden. Was als zweiwöchiger Versuch startete wurde anschliessend wochenweise verlängert. Das Fazit war überaus positiv.
Sebastian Ebi,
In der Sponti-WG: Wo so viel junge Erwachsene zusammenleben, braucht es bei aller Spontanität doch eine gewisse Organisation. Auf eine «Ämtlieliste» wurde bewusst verzichtet. Dafür gab es eine Essensliste (zur finanziellen Abrechnung) und eine ausgeklügelte Punkteliste für die Mithilfe im Haushalt. Darauf konnte jeder Bewohner seine in der WG geleisteten Arbeits-Punkte eintragen. So wurde ersichtlich, wer vielleicht den nächsten Abwasch erledigen könnte. Das System beruhte auf Ehrlichkeit und Selbständigkeit aller und funktionierte erstaunlich gut. Ich denke, ich kann für alle sprechen, dass wir eine unvergessliche Zeit der Gemeinschaft erlebt haben. Spielabende aller Art, Karaoke, Grillabende, gemeinsames Kochen, Essen und vieles mehr.

Erfahrungen, Gedanken zur Sponti-WG: Die Idee für eine Wohngemeinschaft kam von meiner Kleingruppe, als sie erfuhren, dass mein Elternhaus aufgrund einer Reise seiner Besitzer drei Monate lang leerstand. Um ehrlich zu sein: Ich war gar nicht überzeugt, dass es eine gute Idee war, als Kleingruppe, dort zu wohnen und auch noch alle einzuladen, die Lust und Laune dazu hatten. Ich hatte die ungewaschenen Teller, das Durcheinander, den ständigen Lärm und die möglichen Schäden am Haus schon vor Augen. Nachdem ich jedoch die Begeisterung meiner Freunde spürte, beschloss ich, der Sachen eine Chance zu geben. Zwei Tage später zogen wir bereits ein. Die Versuchszeit sollte zwei Wochen dauern - einen Aufräum-Tag natürlich eingerechnet. Ich kann nur sagen, dass ich wirklich positiv überrascht wurde. Ich bin beeindruckt, wie sich alle in die WG einbrachten. Ob Kochen, Abwaschen oder Putzen - jeder gab sein Bestes. Noch viel beeindruckender fand ich jedoch die Gemeinschaft, die wir in dieser Zeit hatten. Neben den bereits erwähnten Aktivitäten teilten wir aber vor allem unseren christlichen Glauben. Wir haben erzählt, gesungen, gebetet, geplant und visioniert. Es gab Raum für viele gute Gespräche und jeder, der in dieser WG war, kennt nun seine Freunde viel besser als zuvor. Wir hatten eine geradezu familiäre Gemeinschaft. Und so verlängerten wir die WG wochenweise auf beinahe sieben Wochen. Sebastian Ebi
Bereitgestellt: 12.10.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch