Lukas P. Huber

Keine Panik auf der Titanik

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Lifetime 2019-08-24 Annika Spichiger und Anna Naef 2

Der Lifetime vom 24. August 2019 nahm einige Themen auf, die Jugendliche von heute beschäftigt: Sorgen um die Umwelt, Zukunftsängste, Befürchtungen, keine Lehrstelle zu finden. Die beiden Frauen, die als Duo predigten, hatten drei Tipps parat.
Lukas P. Huber,
Die Band fackelte nicht lange: Kaum war der Countdown-Film zu Ende, legte sie los, als gäbe es kein Morgen. Das war gleich das Thema, das sich durch den ganze Lifetime vom 24. August 2019 in der Kirche Gächlingen zog: «Keine Panik auf der Titanik» lautete der Titel des regionalen Jugendgottesdienstes.

Das Moderations-Duo Alexandra Niklaus (Gächlingen) und Kay Zimmermann (Beringen) spielte zur Begrüssung ein Paar, das auf der Fahrt in der Luxussuite des grossen Kreuzfahrtschiffs durch einen grossen Ruck erschreckt wird – jedem war gleich klar, was geschehen war: Das Schiff war auf einen Eisberg aufgefahren.

Nach ein paar Kirchenliedern aus verschiedenen Zeitaltern – Schwerpunkt 21. Jahrhundert – betrat Jael Stamm (Guntmadingen) die Bühne. Sie liess sich in einem Anspiel darüber aus, dass so wenig junge Menschen an die Klimademo gekommen seien, und wie die Welt vor die Hunde gehe. Ihr Anspiel-Partner David Bollinger (Beringen) hielt ihr entgegen, sie solle sich nicht so viele Sorgen machen, abgesehen davon könne man nicht einfach die Lehre schmeissen, wenn sich das Klima erwärme.

Das war eine Steilvorlage für die beiden jungen Frauen, die sich für die Predigt die Bühne teilten und sich im Reden abwechselten. Sie mache sich schon Sorgen, wenn sie sehe, wie sich das Klima erwärme, bekannte Annika Spichiger (Beringen). Anna Näf (Zürich) bekannte, es sei ihr etwas merkwürdig vorgekommen, als sie kürzlich bei einem Familientreffen andere gefragt habe, was sie denn in Zukunft zu machen planten.

Allerdings: Das Leben sei wie ein Paket, das man bekommen habe, und auf dem man keinen Absender entdecken könne. Soll man es jetzt aufmachen? Es steht doch eindeutig die eigene Adresse drauf. «Ihr müsst das Paket aufmachen, ihr müsst Entscheidungen treffen», argumentierten die beiden. Das falle ihr nicht immer leicht, sagte Anna Näf, «nur schon die Frage, was ich zum Zmorge esse, kann eine Herausforderung sein, wenn ich vor dem Kühlschrank unserer WG stehe und er leer ist», scherzte die Studentin.

Drei Tipps gaben die beiden Frauen den gut zwei Dutzend jugendlichen Menschen: «Sucht euch Menschen, denen ihr vertrauen könnt.» Bei einer Wasserschlacht im Löhninger Check-in sei sie bis fast zum Schluss ziemlich trocken geblieben, erzählte Näf – bis sich ein Teenager von hinten an sie heranschlich mit einem Kessel Wasser. «Wisst ihr, dass ihr auch hinten etwas sehen könnt?» Nämlich dann, wenn man sich mit einem Freund/einer Freundin zusammentue und sich Rücken an Rücken stelle. So könnten andere Menschen helfen, dass man gute Entscheidungen für die Zukunft fällt.

Zweitens: «Frag Gott.» Dieser sehe nicht nur, was im Rücken passiert, sondern könne sogar in einen Menschen hineinsehen. «Gott kann deine Perspektiven grundsätzlich verändern», sagte Annika Spichiger, während Anna Näf auf das Absenderfeld des Pakets «Jesus» schrieb. Gott meine es gut mit den Menschen, darum solle man auf ihn vertrauen.

Schliesslich: «Habe Mut.» Das könne man niemandem befehlen, aber das Vertrauen darauf, dass Gott es gut meint und immer bei einem sei, könne helfen, Mut zu entwickeln und verantwortlich zu leben.

Nach der Predigt wurden die Teenager eingeladen, Ideen aufzuschreiben, was ihr Beitrag in der Klimafrage sein könnte, sie konnten in einem Umweltquiz ihr Wissen testen, und es standen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lifetime-Kernteams bereit, um für Teenager, die das wünschten, zu beten und sie zu segnen.

Nach einer guten Stunde war dann der Lifetime zu Ende, und die Lifetime-Besucher wurden mit leckeren Snacks in einen lauen Spätsommer-Abend entlassen.

Der Lifetime ist ein übergemeindlicher Jugendgottesdienst für den Klettgau, der getragen wird von den Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden Gächlingen, Löhningen–Guntmadingen und Oberhallau, vom Römisch-katholischen Pastoralraum Neuhausen–Hallau sowie der Evangelischen Freikirche Chrischona Beringen. Der nächste Lifetime findet am 11. Januar 2020 in der Chrischona Hallau statt.
Bereitgestellt: 24.08.2019      
aktualisiert mit kirchenweb.ch