Marianne Näf-Bräker

Heimkommen nach Gächlingen

Ruedi und Claudia Kündig beim Glaspainting<div class='url' style='display:none;'>/kg/gaechlingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4856</div><div class='bid' style='display:none;'>50053</div><div class='usr' style='display:none;'>276</div>

Claudia Kündig-Müller malte in der Kirche Gächlingen zwei riesige Glasbilder, währenddessen ihr Mann Ruedi die passenden Gleichnisse erzählte. Zwei Mal ging es ums „Hei cho“. Für Claudia war es ein persönliches Heimkommen, weil sie in der Kirche ihres Heimatorts zu Gast war.
Marianne Näf-Bräker,
Wer an diesem trüben Januarsonntag in die Kirche Gächlingen kam, wurde nicht enttäuscht. Die Kinder konnten unter der Anleitung von Monika Wieser und Team Bilderrahmen mit leuchtenden Farben bemalen. Claudia Kündig zeichnete mit ein paar Strichen in ihrem unverkennbaren Stil die Lieblingstiere auf Postkarten. So hatten diese schon ein Bild für ihren selber gestalteten Rahmen. Die Erwachsenen unterhielten sich bei Kaffee und Kuchen bis der Höhepunkt des Nachmittags begann: Glaspainting.

Beat Loner am Akkordeon und Matthias Schwyn am Bass eröffneten den Familienanlass mit Liedern und Ländlermusik. Darauf erklärte Marianne Näf, wie sie dazu kam, die beiden Mitarbeiter des Bibellesebundes in die Kirche Gächlingen einzuladen. Der Hauptgrund lag in Claudias Wurzeln: Ihr Grossvater war ein Gächlinger, der auswanderte, eine Firma aufbaute und von seinem finanziellen Erfolg reichlich ins Heimatdorf zurückfliessen liess. Er, Hans Müller, sponserte vor 40 Jahren zusammen mit seinem Bruder Alfred die farbigen Glasfenster in der Gächlinger Kirche. So ware es klar, dass Claudia zum „Glaspainting“ eingeladen wurde.

Auf der ersten Glasscheibe holte Claudia aus Farbflächen die Figuren des grossen Gastmahls heraus. Ruedi erzählte dazu das biblische Gleichnis so, wie es sich in der heutigen Zeit hätte abspielen können. Die Zuschauer erkannten im Gegenlicht noch nicht das ganze Bild. Erst als eine schwarze Wand hinter das Glas gestellt wurde, erschien das Gemälde in seiner ganzen Tiefe. Auf dem zweiten Bild entwickelte sich in der gleichen Art das Heimkommen des jüngeren Sohnes aus dem Gleichnis vom Vater mit den beiden Söhnen (Lukasevangelium 15). Das Zusammenspiel von Bild, Wort und Musik faszinierte die Zuschauer, so dass sie gebannt und überrascht die Entwicklung des Ganzen verfolgten. Auch den Kindern gefiel das Schauspiel. Hei cho – Heimkommen – eine Erfahrung oder eine Erinnerung, die nicht immer einfach ist. Gott ist der gute Vater, der seine Kinder beim Heimkommen mit offenen Armen empfängt.

Bereitgestellt: 13.01.2019     
aktualisiert mit kirchenweb.ch