Lukas P. Huber

Lifetime: #BeOriginal in Beringen

Lifetime 2019-01-12 Anspiel<div class='url' style='display:none;'>/kg/gaechlingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4854</div><div class='bid' style='display:none;'>50010</div><div class='usr' style='display:none;'>108</div>

Einen vielfältigen Lifetime-Jugendgottesdienst erlebten über 80 Teenager in der katholischen Kirche Beringen am Samstag, 12. Januar 2019. «Sei das Original, als das dich Gott geschaffen hat», war die Botschaft von Daniel Frei. Die Jugendlichen konnten ein originelles Selfie machen, während die Band Lieder spielte.
Lukas P. Huber,
«Aber das bist doch gar nicht wirklich du», kommentierte Moderatorin Giada Rossi den Aufzug von Christian Schott, der sich extra für den Lifetime die Hosen hochgekrempelt und den Schal mit den Enden nach hinten um den Hals geknüpft hatte. Sie liess auch das Argument nicht gelten, seine Kinder hätten ihm gesagt, man kleide sich heute so. «Das passt nicht zur dir!»

Bevor #BeOriginal, das Thema des überkonfessionellen Jugendgottesdienstes, in der katholischen Kirche Beringen weiter entwickelt wurde, heizte die Band den gut 80 Teenagern aus Landes- und Freikirchen mit drei Liedern aus mehreren Jahrhunderten ein. In den Liedern wurde Gott gelobt und ihm gedankt für das, was er uns gegeben hat.

Das Anspiel von Matthias und Philippe Niklaus sowie David Bollinger nahm das Thema locker auf: Er werde nicht auf die Matheprüfung lernen, sagte der Hobby-Rapper, was seinen Kollegen aus dem Konzept brachte, hatte dieser sich doch vorgenommen, gut zu sein in der Schule *und* gut Musik zu machen *und* den Marathon zu laufen, auf den ein zweiter Kollege trainierte. Am Schluss wusste er gar nicht mehr, wo ihm der Kopf stand.

Daniel Frei, der reformierte Jugendarbeiter aus Löhningen, schilderte das Dilemma sehr anschaulich, in dem junge Menschen stehen: Das Insta-Bild muss möglichst makellos sein. Der Druck, überall beliebt zu sein, ist riesig. Doch spätestens wenn man heiratet, wie Frei es vor anderthalb Jahren tat, drückt das eigene, wirkliche Ich ungefiltert durch. Gott dagegen wolle gar nicht, dass wir versuchen, anders zu sein, als wir es sind, er wolle dagegen Gast sein in unserem Leben. So könne sich das Leben zum Besseren wenden, wie das die biblische Geschichte vom Zöllner Zachäus zeige, sagte Frei weiter. Zachäus war mit Betrügereien zu grossem Reichtum gekommen und wollte den bekannten Prediger Jesus kennenlernen, als er hörte, dass er seine Stadt besuchen würde. Da er klein war, konnte er ihn aber der Menschenmassen wegen nicht sehen. Darum stieg er auf einen Baum, um ihn wenigstens von ferne betrachten zu können. Als Jesus unter dem Baum vorbeikam, sah er aber hoch und lud sich – ziemlich frech – bei Zachäus zum Abendessen ein. Während des Essen stellte Zachäus das ganze Leben auf den Kopf: Er werde die Hälfte seines Reichtums den Armen geben und alles Betrogene vierfach zurückzahlen, sagte er zu Jesus.

Nach der Predigt wurden die Teenager eingeladen, ein Selfie in dem Bilderrahmen zu machen, der mit dem Hashtag #BeOriginal und «Ich bin keine Kopie – Gott liebt mich» verziert war. Sie konnten auch für sich beten lassen und negative Selbstzuschreibungen auf Papier bringen und im Aktenvernichter schreddern.

Es folgte das Einsammeln der Kollekte (für Mitschaffe.ch aus Schaffhausen) und der Segen von Chrischona-Pastor Christian Steiger. Dann waren die Teenager eingeladen, den Abend ausklingen zu lassen mit Snacks und Billard-, bzw. Töggelikasten-Spielen.

Der Lifetime ist ein überkonfessioneller Jugendgottesdienst, der drei Mal im Jahr an wechselnden Orten im Klettgau stattfindet. Verantwortet wird der Lifetime von Reformierten wie Katholischen Kirchgemeinden zusammen mit der Evangelischen Freikirchen Chrischona Beringen und Hallau. Der nächste Lifetime beginnt am Samstag, 11. Mai 2019, in der reformierten Kirche in Löhningen.
Bereitgestellt: 12.01.2019      
aktualisiert mit kirchenweb.ch