Marianne Näf-Bräker

Weihnachtsfeier mit einer Geschichte aus Russland

Weihnachtsspiel Gächlingen<div class='url' style='display:none;'>/kg/gaechlingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4817</div><div class='bid' style='display:none;'>49636</div><div class='usr' style='display:none;'>276</div>

Die Primarschule Gächlingen gestaltete am dritten Advent eine stimmungsvolle Feier in der Kirche. Die Kleinen spielten und sangen die Geschichte von Varenka, die Grossen musizierten mit Glocken und begleiteten damit englische Lieder.
Marianne Näf-Bräker,
Schnee spielt in der Geschichte von Varenka eine entscheidende Rolle. So schrieb es Pfarrer Werner Näf bei seiner Begrüssung der Schule Gächlingen zu, dass es genau in der Nacht vor ihrem Weihnachtsspiel geschneit hatte. Nach drei gemeinsamen Weihnachtsliedern führten Werner Schraff (Akkordeon) und Mischa Hafen (Gitarre, die wie Balalajka tönte) die Kirchenbesucher mit russischen Klängen in die Wälder Russlands. Dort lebte die Witwe Varenka allein in ihrem kleinen Haus, als sie erfuhr, dass ein Krieg immer näher komme. Anstatt zu flüchten, entschliesst sie sich, ihr Haus für Schutzbedürftige zu öffnen. Jeden Abend betet sie: „Gott, bau e grossi Wand um mis chliine Huus“ und hofft, dass sie die Soldaten nicht sehen werden. Pjotr mit seiner Ziege, der Maler Stjepan und das Mädchen Bodula finden bei Varenka ein Dach über dem Kopf. Ihr gemeinsames Gebet wird erhört, als dichte Schneeflocken fallen und das kleine Haus am Morgen so tief eingeschneit ist, dass es die vorbeiziehenden Soldaten nicht sehen können.
Der Lehrer Mischa Hafen erzählte die Geschichte und zeigte die Bilder aus dem Buch von Bernadette Watts. Dazu spielten die Erst- und Zweitklässler in passenden Kostümen, wie Varenka und ihre Schützlinge gerettet wurden. Überzeugend zeigten sie sowohl die Angst vor den Soldaten als auch den Freudentanz nach dem Krieg. Zusammen mit den Dritt- und Viertklässlern sangen sie vertiefende Lieder zur gespielten Geschichte.

Alle Schüler halfen mit
Nach der ruhig und überzeugend gespielten Geschichte, zeigten die Fünft- und Sechstklässler unter der Leitung von Reto Beeler ihr musikalisches Können. Sie sangen drei englische Weihnachtslieder und begleiteten sich selber mit bunten Handglocken dazu. Jede Glocke ist auf einen anderen Ton gestimmt, so dass nur dann eine Melodie entsteht, wenn jedes Kind im richtigen Moment seine Glocke läutet. Trotz anfänglicher Nervosität gelang der Auftritt und die Zuschauer in der vollbesetzten Kirche applaudierten anhaltend.

Die Weihnachtsfeier in der Kirche wird jedes zweite Jahr von der Schule gestaltet. Es ist also sowohl ein Kirchen- als auch ein Schulanlass. Deshalb wurden anschliessend zwei Mitglieder der Schulbehörde verabschiedet und verdankt, die ihr Amt auf Ende Jahr abgeben: Ruth Schönenberger nach sechs Amtsjahren und die Schulpräsidentin Nicole Brütsch, die durch einen längeren Auslandaufenthalt ihr Amt kurzfristig abgeben muss. Mit dem gemeinsamen „Stille Nacht“ wurde die stimmige und fröhliche Feier gemeinsam abgeschlossen.
Bereitgestellt: 21.12.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch