Marianne Näf-Bräker

Alles geben - lohnt sich das?

Chilbigottesdienst  2018 —  Unti-Kinder singen für den Täufling<div class='url' style='display:none;'>/kg/gaechlingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4670</div><div class='bid' style='display:none;'>47737</div><div class='usr' style='display:none;'>276</div>

Am Chilbigottesdienst in Gächlingen wurde ein Mädchen getauft und Pfarrer Lukas Huber fragte: Lohnt es sich, alles für eine Sache oder einen Menschen zu geben? Die Musikgesellschaft Gächlingen und die Unti-Kinder der letzten 3. und 4. Klasse sorgten für fröhliche Musik.
Marianne Näf-Bräker,
Es passt nicht zur Schweizer Mentalität, dass jemand alles für eine Sache gibt. Wir sichern uns lieber ab. Der Kaufmann, der alles verkaufte, um die schönste Perle zu erwerben, war also kaum ein Schweizer. Pfarrer Lukas P. Huber machte sich in der Predigt Gedanken über verschiedene Einstellungen, wie sich verschiedene Typen für Gott und die Welt einsetzen. Da gibt es die bequemen "RTL2er" oder die Weltverbesserer, die denken, dass sie alles allein schaffen. Die "begnadeten Mitarbeiter" geben alles für die Sache Gottes, wissen aber, dass es Gnade ist, wenn es gut heraus kommt. Martin Luther hat diese Haltung so beschrieben: "Bete, als ob alles Arbeiten nichts nützt und arbeite, als ob alles Beten nichts nützt."

"Der Kaufmann und die Perle" - diese Geschichte steht in der Kinderbibel, welche die kleine Kylie zu ihrer Taufe bekam. Die 3. und 4. Klässler der Unti-Klasse von Beatrix Niklaus sangen für das Taufkind "Gott chunnt mit uf din Wäg und er sägnet dich."

Viele Gächlingerinnen und Gächlinger starteten mit diesem fröhlichen Gottesdienst in den Chilbisonntag. Mit diesem Fest wird Gott für den Kirchenbau vor 173 Jahren gedankt. Dank ihm und den "begnadeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern" gibt es die Kirche und die lebendige Kirchgemeinde immer noch.
Bereitgestellt: 20.08.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch