Marianne Näf-Bräker

Gächlingen feierte die Pfarrer-Einsetzung

Einsetzung Pfarrer Werner Näf<div class='url' style='display:none;'>/kg/gaechlingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4085</div><div class='bid' style='display:none;'>39158</div><div class='usr' style='display:none;'>276</div>

In einem fröhlichen Gottesdienst mit viel Bewegung und spezieller Musik wurde Werner Näf ins Pfarramt Gächlingen eingesetzt. Die Sonntagschüler, Vertreter von Gemeinde und den umliegenden Kirchgemeinden gaben dem Ehepaar Näf gute Wünsche mit auf den Weg.
Priska Baumer
Wer an diesem Sonntagmorgen in der Gemeinde Gächlingen unterwegs war, konnte nichts Aussergewöhnliches feststellen. Oder doch? Waren nicht mehr Leute auf den Strassen unterwegs als sonst? Aus allen Himmelsrichtungen strömten sie herbei, auch aus Neunkirch, Beringen, Hallau und Oberhallau, ja gar aus Trasadingen sind sie nach Gächlingen gekommen, warum nur? Natürlich! Heute fand der Einsetzungsgottesdienst von Pfarrer Werner Näf und auch seiner Frau Marianne statt. Selbstverständlich haben sie ihre Arbeit schon vor geraumer Zeit aufgenommen und der Rohbau der vernetzten Kirche, die einer Idee von Werner Näf entsprang, steht auf einem soliden Fundament. Aber jeder Rohbau verdient auch ein Aufrichte Fest und genau dieses fand am Sonntag statt.

In seiner Einleitung sprach Peter Wäckerlin von der Kirche die bewegt, die trägt und die getragen wird. Nicht zu fest, so dass es allen immer wohl dabei ist. Ja, die Kirche war in Bewegung und so haben die Sonntagschüler den Dip Song vorgesungen, der von den Kindern der Sonntagsschule bis zu den Konfirmanden rauf und runter gesungen wird. In manch einem Kirchenbank wippte ein Fuss rhythmisch mit. Ebenso überbrachten die Kinder zwei Hängematten, einerseits als Symbol für die vernetzte Kirche, andererseits auch um Ruhe und Kraft darin zu tanken. Auch die Mitenand Band durfte natürlich nicht fehlen und begleitete die singfreudige Gemeinde bei ihrem Gesang.

Stellvertretend für den Kirchenrat nahm dann Marceline Zürcher die feierliche Einsetzung von Pfarrer Werner Näf vor. Sie sprach von einem freudigen Fest am heutigen Tag. Die Heimat ist da wo man tätig ist und seine Freunde sind. Und trotzdem soll sich der Mensch als Dienender in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Es reicht Dienender zu sein. Die Gemeinschaft braucht Diener, dem aber auch die nötige Wertschätzung entgegengebracht werden soll. Werner und Marianne Näf verstehen sich als Diener der Gemeinschaft und haben das grosse Glück, dass sie von ihren 4 Kindern dabei tatkräftig unterstützt werden. Selbstredend fanden alle Festredner nur positive Attribute die sie mit dem Namen Näf verbanden, es war aber auch eine ordentliche Erwartungshaltung herauszuhören. Sind diese Schuhe nicht zu gross, in die der neue Pfarrer gesteckt wurde? Der Rucksack nicht zu schwer, der dem Ehepaar Näf angehängt wird? Ich glaube, nein. Pfarrer Näf sieht sich nämlich als zentraler Punkt, der alle Fäden bündelt, aber er darf sich auch auf seine über 70 freiwilligen Helfer verlassen, die ihn und seine Frau bei der Bewältigung der neuen Aufgaben unterstützen werden. Das Interne Netzwerk funktioniert also bestens. Das probierte Maja Van der Waerden sogleich aus. An der Orgel spielte sie, als Hommage von Werner Näfs Herkunft, einen Appenzeller Alpaufzug während die Gemeinde, unterstützt von Trompeter Christian, das Lied „Gott hätt die ganzi Wält i sinä Händ“ intonierte. Eine spezielle Kombination aber durchaus hörenswert.

Nach dem Gottesdienst wurde vor der Kirche ein grosszügiger Apero angeboten. Während André Bachmann als Gächlinger Gemeindepräsident sein kirchliches Pendant mit Werkzeugen aus dem Gemeindewappen beschenkte, defilierten Vertreter der Neunkircher-, der Hallauer und Oberhallauer, der Traadinger, Wilchinger und Osterfinger Kirche vorbei und auch Abgesandte der Katholischen Kirche, der Chrischona Gemeinden Hallau und Beringen brachten Geschenke und gute Wünsche mit. Und wenn auch ihre Auslegung der Kirche differenziert sein mag, darf ich aus dem Gottesdienst zitieren: Alle haben eine Gemeinsame Mitte, Jesus Christus, dass soll jederzeit klar gesagt sein.
Bereitgestellt: 30.06.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch