Lukas P. Huber

Die Stadtmauer steht wieder

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Über Pfingsten wurde eine Jahrtausend-alte Geschichte aus dem Orient Wirklichkeit – auf einer Wiese im Chläggi. Das Jungschar-Pfingstlager (Pfila) mit 200 Kindern wurde dabei der Spannung der Geschichte von Nehemia aus dem Alten Testament der Bibel gerecht.
Lukas P. Huber,
Auch die Pfila-Teilnehmer(innen) mussten standhaft sein (in der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es ein heftiges Gewitter), sie mussten sich zusammenraufen und gemeinsam das grosse Ziel erreichen: den Wiederaufbau der Stadtmauer Jerusalems.

Die Geschichte, die «Nehemia» (Patrick Portmann) und seine rechte Hand «Saria» (Chantal Roth), gleich zum Beginn am Samstag Mittag erzählten, war dramatisch: Die Stadtmauer von Jerusalem war zerstört, die Bewohnerinnen und Bewohnern waren schutzlos den wilden Tieren und den umliegenden Feinden ausgeliefert. Er müsse unbedingt seinen Job als Mundschenk am Königshof in Susa aufgeben, um seiner Heimatstadt zu helfen, sagte Nehemia. Gesagt, getan. Nur warteten in Jerusalem keine dankbaren Stadtbewohner und freundliche Nachbarn. Von aussen Feinde, von innen Streit behinderte die Pläne des neuen «Stadtbauers». Doch Nehemia gelang mit Gottes Hilfe, was niemand gedacht hätte: Er baute die Stadtmauer wieder auf und sorgte so dafür, dass die Stadtbewohner wieder in Ruhe schlafen konnten.

Die Geschichte wurde im Pfila des Bunds Evangelischer Schweizer Jungscharen (Besj) der Gegend Schaffhausen über drei Tage erlebbar, zum Beispiel in mehreren Jugendgottesdiensten. Dort heizte eine Kirchenband aus dem Chläggi so richtig ein, bevor Anna Näf den älteren und Roman Bernath den jüngeren Kindern erzählten, was die Geschichte des Nehemia mit ihnen zu tun hat. Die Kinder konnten zum Beispiel am Sonntag morgen ein «Notfall-Trückli» ausrüsten, das heisst, mit Dingen versehen, die beim Bauen und gegen Widerstände helfen: Bleistift und Notizzettel, Traubenzucker, Pflaster, Mutmacher-Sprüche aus der Bibel und Tee gegen Bauchweh. Gott und das Zusammensein mit anderen sind ein grosse Hilfe, wurde mehrfach betont.

Am Sonntag nachmittag, dem Besuchstag für Eltern und Verwandte, wurde die Stadtmauer dann gebaut: mit Harassen, Holzpaletten und allerlei abenteuerlichen Konstruktionen (wie Pet-Flaschen) bauten die Lagerteilnehmerinnen und Lagerteilnehmer eine Schutzmauer um das Lagergelände. Kein Wunder, gab es am Sonntag Abend ein grosses Fest zur Einweihung der Stadtmauer.

Das Pfingstlager wurde dieses Jahr organisiert von der Jungschar der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden Gächlingen, Löhningen–Guntmadingen und Oberhallau; diese feiert dieses Jahr das 40-Jahr-Jubiläum.

Bericht von Teletop über das Pfila («TopNews» ab Minute 9:13): Tele Top Top News

Der Pfila-Ausschnitt aus der ganzen Top-News-Sendung findet sich hier.
Bereitgestellt: 04.06.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch