Marianne Näf-Bräker

Pfarrer Christian Stettler klar gewählt

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Christian Stettler

An der Kirchgemeindeversammlung Ende Oktober gaben fast alle der 36 anwesenden Kirchenmitglieder Pfarrer Christian Stettler ihre Stimme für die Amtsperiode 2015-2019. Das Budget für das kommende Jahr wurde einstimmig abgenommen.



Marianne Näf-Bräker,


„Was braucht es für eine volle Kirche?“, fragte Christian Stettler im Gottesdienst vor der Kirchgemeindeversammlung. Anhand der Begebenheit aus dem Markusevangelium, wie ein Gelähmter von Jesus geheilt wurde, zeigte der Pfarrer auf, wie vor allem Freunde und Verwandte Menschen zu Jesus bzw. in die Kirche führen. Die Freunde des Gelähmten schreckten vor Hindernissen nicht zurück und ermöglichten so, dass ein Mann sowohl innerlich als auch äusserlich gesund wurde. Dass Menschen Jesus begegnen ist nur zu einem kleinen Teil vom Pfarrer oder vom Kirchenstand abhängig. Es braucht Gemeindemitglieder, die ihre Freunde mitbringen.
In der Versammlung nahm der Kirchgemeindepräsident Peter Wäckerlin das Bild auf, indem er die Anwesenden daran erinnerte, dass auch der Kirchenstand noch „starke Freunde“ brauche. Der Rücktritt der Präsidentin und Finanzreferentin ist auf Ende Mai 2015 angekündigt, weitere werden voraussichtlich folgen.

Einstimmigkeit

Sowohl die Pfarrwahl als auch die Abnahme des Budgets 2015 gaben kaum zu reden. Im kommenden Jahr bleibt der Steuerfuss bei 13 Prozent. Es ist ein leichtes Plus von 1600 Franken eingeplant, bei Einnahmen von 132 870 Franken. Ein Kirchenmitglied stellte die berechtigte Frage, weshalb sich die Miete der Pfarrfamilie erhöhe, obwohl das Stellenpensum reduziert wird. Der Mietpreis der Pfarrwohnungen ist im Kanton Schaffhausen vom Einkommen abhängig. Christian Stettler wird zwar als Folge der Strukturreform nur noch fünfzig Prozent verdienen. Aber das Familieneinkommen steigt trotzdem, weil seine Frau Hanna Stettler-Richter eine langfristige Stellvertretung in der Kirchgemeinde Flaach übernommen hat. Das ist auch der Grund, weshalb sie sich nicht mehr zur Wahl stellte. In den letzten gut sieben Jahren hatte das Pfarrerehepaar die Stelle in Gächlingen gemeinsam besetzt.

Neustart im Juni 2015

Im Zuge der Strukturreform bekam der Gächlinger Kirchenstand vor einem Jahr den Auftrag, mit der Kirchgemeinde Neunkirch eine enge Zusammenarbeit zu realisieren. Verschiedene Mitglieder des Kirchenstands stellten an der Versammlung die Resultate der Verhandlungen vor. Zu den Gottesdiensten werden sich ab Juni 2015 die Gächlinger und Neunkircher gemeinsam in einer Kirche versammeln. Ausnahmen bilden Suppenzmittag, Gedenken an die Verstorbenen und der Schulstart-Gottesdienst im August, die weiterhin im eigenen Dorf gefeiert werden. So soll erreicht werden, dass die beiden unabhängigen Gemeinden zusammenwachsen. Die Fünftklässler und Konfirmanden werden zusammen unterrichtet und in einem der beiden Dörfer konfirmiert. Ort und Pfarrperson wechseln in jedem Schuljahr. Sowohl das neue Unterrichtskonzept als auch die Gottesdienstpläne werden während der ersten beiden Jahre mit möglichst wenigen Änderungen getestet. Danach werden beide Kirchgemeinden Rückschau halten und die Form der Zusammenarbeit allenfalls anpassen. Die Angebote für Senioren bleiben in beiden Gemeinden gleich, wobei jeweils Neunkircher und Gächlinger zu allen Anlässen gemeinsam eingeladen werden.
Die neue Beschallungsanlage, die an der letzten Kirchgemeindeversammlung bewilligt wurde, ging nach den Sommerferien „auf Sendung“. Durch die verfeinerte Steuerung der einzelnen Mikrofone haben sowohl Tonqualität als auch Verständlichkeit zugenommen und lassen kaum Wünsche offen.
Der Kirchgemeindepräsident Peter Wäckerlin schloss die Versammlung mit dem Dank an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer, die zu einem aktiven Gemeindeleben beitragen.
Bereitgestellt: 26.10.2014     
aktualisiert mit kirchenweb.ch