Marianne Näf-Bräker

Zu früh für einen Pastorationsvertrag

Baustelle, Irrweg<div class='url' style='display:none;'>/kg/gaechlingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenweb.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>203</div><div class='bid' style='display:none;'>1538</div><div class='usr' style='display:none;'>1</div>

Baustelle, Irrweg

An der Kirchgemeindeversammlung sagte eine deutliche Mehrheit Ja zur zukünftigen Zusammenarbeit mit anderen Kirchgemeinden, namentlich Neunkirch. Für die Bildung einer Pastorationsgemeinschaft fehlt im Moment noch die Unterstützung.
Marianne Näf-Bräker,
Ein Alleingang ist ab Juni 2015 nicht mehr möglich. Schon jetzt arbeitet die Kirchgemeinde Gächlingen mit verschiedenen Nachbarn zusammen. Weil die Pfarrstelle von 70 auf 50 Prozent gekürzt wird, kann das kirchliche Angebot nur durch enge Zusammenarbeit einigermassen aufrechterhalten werden. Doch für eine Pastorationsgemeinschaft ist es noch zu früh, meinten verschiedene Sprecher an der gut besuchten Versammlung.
Aufgrund der Umfrage-Resultate vor einem halben Jahr suchte der Kirchenstand das Gespräch mit Kirchgemeinden aus der Nachbarschaft und fand in Neunkirch eine interessierte Strukturkommission. Deshalb trafen sich der Kirchenstand Gächlingen und die Strukturkommission Neunkirch zu mehreren Sitzungen, um konkret über eine verstärkte Zusammenarbeit nachzudenken. Bisher war aber von Gächlinger Seite nicht klar, ob das Ziel dieser Gespräche eine Pastorationsgemeinschaft (PaG) wäre oder ob die Zusammenarbeit ohne verbindlichen Vertrag geregelt werden soll. Durch eine Abstimmung liess sich der Kirchenstand am letzten Sonntag die Marschrichtung vorgeben, die von den Mitgliedern unterstützt wird. Vor dem Ausfüllen der Stimmzettel diskutierten die 32 Anwesenden engagiert und fair. Befürworter der PaG erwarten Sicherheit durch einen festen Partner und befürchteten, plötzlich allein dazustehen. Andere Sprecher fanden, mit einem Vertrag würde ein Wasserkopf gebildet, der die Arbeit an der Basis behindert. Es wäre besser, zuerst einmal zu schauen, wie gut die Zusammenarbeit funktioniere und erst später eine gemeinsame juristische Form anzustreben. Eine deutliche Mehrheit der Anwesenden stimmte der vertragslosen Variante zu.

Rücktritt des Rechnungsführers
Ohne Diskussion wurde das ausgeglichene Budget 2014 angenommen. Der Steuerfuss bleibt bei 13 Prozent. Personell gab es erfreulicherweise in letzter Zeit wenige Änderungen. Ein Teilpensum Mesmerdienst wechselte von Philippe zu Hanna Niklaus. Felix Klingler hat seine Anstellung als Rechnungsführer auf Ende Jahr gekündigt. Die Neubesetzung dieser Stelle steht noch aus. Interessierte melden sich bitte bei der Kirchenstandspräsidentin Beatrix Niklaus. Zuversichtlich, dass die kleine Kirchgemeinde den richtigen Weg in die neue Struktur findet, bedankte sich der Kirchgemeindepräsident Peter Wäckerlin für das Interesse der anwesenden Mitglieder.

Was im Leben gilt
Vorgängig zur Kirchgemeindeversammlung wurde im Gottesdienst eine Taufe gefeiert. Pfarrer Christian Stettler sprach über das, was im Leben gilt und nicht verändert werden kann. Aufgrund einer Aussage aus dem Alten Testament stellte er fest, dass Gerechtigkeit nicht das sein kann, was nur mir selber nützt. Schwache, Benachteiligte brauchen Hilfe. Wer sich für sie einsetzt, wird letztlich glücklich und tut sich selber etwas Gutes. Das gleiche gilt für Menschen, die Freundlichkeit ausstrahlen und sich bewusst sind, dass sie vor Gott klein sind. Diese Ansprüche bringen die meisten Menschen schnell einmal an den Rand der Überforderung. Deshalb sagt Gott: „Ich bin dein Gott. Ich helfe dir.“ Diese Zusage gibt Boden in unsicheren Zeiten.
Bereitgestellt: 29.10.2013     
aktualisiert mit kirchenweb.ch