Brigitte Kohler

Der Apfel fällt nicht weit vom WeinStamm

05_DSC2265<div class='url' style='display:none;'>/kg/buchthalen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>5047</div><div class='bid' style='display:none;'>53402</div><div class='usr' style='display:none;'>675</div>

Der Buchthaler Grüne Güggel hatte seine helle Freude: statt CO2 gab's Schaffhausen hoch 2! Der Rebverein Rosenberg blieb für seinen traditionellen Jahresausflug diesmal ganz heimisch und in jeder Beziehung ökologisch und klimatechnisch vorbildlich:
Ueli Redmann,
Mit dem Buchthaler Bus Nummer 5 ging's zunächst nach Herblingen und zu Fuss durch die wunderbar eiszeitlich gestaltete frühlingsfrische Natur via Gwölb nach Thayngen zur neuerrichteten Kellerei WeinStamm über den ehemaligen Tongruben.

Die nüchternen, fast verschlossen abweisend wirkenden grauen Industriebauten von WeinStamm erweisen sich im Innern als grosszügige, raumbietende Kathedralen aus Holz samt einem fast kontemplativen Innenhof: ein Nagelfluhbrunnen aus der nahen Lättgrueb plätschert ruhig in einen kleinen Teich, umgeben von Kieswegen und heimischen Pflanzen. Ein idealer Ankunftsort nach der Wanderung, um sich bei einem leichten, mundenden Primeur 18 auf den Ort und seine Philosophie einzustimmen: "mit Sorgfalt und Bedacht". Gastgeberin Mariann Stamm verwöhnte uns dementsprechend mit regionalen Spezialitäten, Kürbiskernen und Kürbisöl, Thaynger Wurstwaren und heimischem Brot. Und ihr Sohn, der Kellermeister Markus Stamm, bot uns eine auch für erfahrene WeinkennerInnen spannende, interessante und eindrückliche Führung durch den Betrieb. Die grosszügig konzipierten modernen Holzbaukonstruktionen gewährleisten dank ihrer ausgetüftelten Isolationen ein optimales Raumklima, in dem beispielsweise der winterkalte Wein in den Stahlbehältern bis weit in den Sommer hinein die Arbeitshallen zu kühlen vermag. Die Konzentration auf die Schaffhauser Weine und die regionalen Materialien (alle Barriques sind aus einheimischer Eiche von möglichst nah arbeitenden Küfern gefertigt) erlauben reichhaltige Erfahrung und wahre Meisterschaft, in der sich innovative Modernität mit währschafter Handwerkskunst verschränken. Einen guten Einblick in das vielfältige variantenreiche Ergebnis dieser Kellerarbeit bot die Verkostung von weiteren 5 Weinen: einem Chardonnay, einem leicht violetten Federweissen, dem Blauburgunder "1" von 2018, einem im Barrique gereiften Pinot Noir Stein am Rhein 2015 und schliesslich einem Cuvée Cabernet Merlot. Und das Kosten und Vergleichen, das Fachsimpeln und Abwägen, das Anstossen und Beieinandersitzen ... schuf einmal mehr eine gelöste, engagierte Gemeinschaft: ein Genuss für Leib und Seele!
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch