Daniel Müller

Viva la Grischa!

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Was hatten wir doch für ein fantastisches Wetterglück während unserer Gemeindeferien in Graubünden!
Daniel Müller,
Eine unternehmungslustige Schar von Seniorinnen und Senioren verbrachte Ende September eine wunderbare Ferienwoche in Flims, in der Gegend der Surselva im Bündnerland.
Was hatten wir doch für ein fantastisches Wetterglück während unserer Gemeindeferien in Graubünden! Praktisch jeden Tag erfreute uns ein strahlend blauer Himmel und eine perfekte Fernsicht.
Nach einer gemütlichen Fahrt von Schaffhausen mit einem Zwischenhalt zum Mittagessen hoch über dem Walensee wurden wir im Hotel Sun Star Alpine vom Geschäftsführer des Hotels warm empfangen. Wir fühlten uns sofort zu Hause und bezogen ohne Umschweife unsere Zimmer in diesem idyllisch am Waldrand gelegenen historischen Jugendstil-Hotel.
Kurz darauf konnten wir unser erstes Abendessen im grossräumigen Speisesaal geniessen. Es zeichnete sich bereits an diesem Abend ab, dass wir die ganze Woche kulinarisch verwöhnt und von äusserst zuvorkommendem Personal betreut werden.
Schon am nächsten Tag ging es los mit unseren Ausflügen. Tag für Tag waren wir auf der Piste. Paula Tanner, unsere ortskundige Reiseleiterin, ermöglichte uns einen faszinierenden Einblick in diese Gegend.
So fuhren wir als erstes das Tal des Vorderrheins hoch bis nach Disentis und erkundeten im Verlauf der Woche nach und nach dessen Seitentäler. Wunderbar war insbesondere der Ausflug nach Tenna im Safiental, wo das Kirchlein der ursprünglichen Walsersiedlung mit gut erhaltenen Fresken von 1408 uns erfreute und wir anschliessend ein feines Plättli auf einer Sonnenterrasse geniessen konnten. Da kam richtig Ferienstimmung auf.
Wir fuhren mit unserem kleinen Bus durch wilde Täler, hoch hinauf an den Zervreilastaudamm, dann stiegen wir wieder hinunter in die unheimliche Viamalaschlucht, wo das Wasser in den Tiefen toste. Immer wieder standen wir staunend, manchmal auch voller Ehrfurcht vor den Wundern der Natur, aber auch vor den Bauwerken menschlicher Kunstfertigkeit. So etwa das Soliser Eisenbahnviadukt, das sich hoch über den Fluss Albula spannt.
Walter Schöpfer, unser Chauffeur, beeindruckte uns mit seiner routinierten, auch auf engen, kurvenreichen Strassen entlang von Abgründen stets sicheren und ruhigen Fahrweise. Wir schätzten auch seine hilfsbereite, äusserst freundliche und frohgemute Art sehr.
Als Überraschung standen eines Tages nicht der gewohnte Bus vor dem Hoteleingang, sondern zwei Pferdefuhrwerke, welche uns auf einer abenteuerlichen Fahrt durch lichtdurchflutete Tannenwälder über Stock und Stein zu der spektakulären Aussichtsplattform über der Rheinschlucht bei Conn führten. Wer schwindelfrei war, kraxelte die übererhängende Treppe hoch und genoss den Blick auf diese urtümliche Landschaft, welche durch gewaltige Naturkräfte über ungeheure Zeiträume hinweg geschaffen wurde. Anschliessend verweilte man bei Kaffee oder einem Alpenkräuterlikör namens Braulio und einer ausgezeichneten Nusstorte, bis uns die lustig trabenden Pferde heim ins Hotel führten.
Nach dem feinen Nachessen, manchmal auch in Form eines reichhaltigen Buffets, das keine Wünsche offen liess und der anschliessenden gemeinsamen Schlussrunde, in der öfters fröhliche und auch besinnliche Lieder erklangen, zog es die einen an die Bar, andere frönten der Leidenschaft des Spiels oder zogen sich zurück zur verdienten Nachtruhe, um frische Energie für den kommenden Tag zu tanken.
Den Morgen begannen wir jeweils mit einer besinnlichen Einstimmung mit Gebeten, Geschichten, Musik und Gesang. Gut angekommen sind jeweils die wilden Sagen aus der Gegend, in denen immer auch ein Stück Kultur- und Sozialgeschichte durchschimmerte. Nachher hatten wir jeweils bis zum Mittagessen „frei“, genossen die ruhige grosszügige Hotelanlage, spazierten zum in traumhaften Farben leuchtenden Caumasee oder statteten dem alten Dorfkern von Flims einen Besuch ab.
Schnell verflogen die Tage. Ein letzter Ausflug führte uns nach Andeer mit Stopp im Thusis, um uns in einer Konditorei mit Nusstorte und der weniger bekannten Spezialität „Bündner Torte“ einzudecken. Bei einem weiteren Halt in der Viamala konnte man einen Blick in die gefürchigen Tiefen der Schlucht wagen oder gar hinuntersteigen.
Bei richtig schönem „Sonntagswetter“ traten wir dir Rückreise an, freuten uns über die zahlreichen Heissluftballons, die am Himmel zu sehen waren, gönnten uns unterwegs in Alt St. Johann ein feines Mittagessen und landeten wohlbehalten wieder beim HofAckerZentrum in Buchthalen.
Ein grosser Dank gebührt Paula Tanner vom Kirchenstand. Einmal mehr hat sie als Reiseleiterin ein Ferienangebot für Senioren und Seniorinnen organisiert, das praktisch keinerlei Wünsche offen liess. „Es war“, um eine Teilnehmerin zu zitieren, „einfach alles perfekt“. Sogar das Wetter, möchte man anfügen.
Bereitgestellt: 02.10.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch