Adriana Schneider

Ökumenischer Gottesdienst zum eidg. Dank-, Buss- und Bettag

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Am 17. September 2017 fand der Gottesdienst zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag mit über 140 Besuchern grossen Anklang. Die Liturgie und Predigt hielten Pfarrerin Beatrice Kunz, Kirche Buchthalen und Pastoralassistent Josif Trajkov von der Pfarrei St. Peter. Am Klavier spielte Carlos Greull. Es sangen die Probsteisänger Wagenhausen von Daniele Poloni dirigiert von Kornelia Chrobog.
Uta Vonarburg
Nach der Begrüssung und der Lesung 1 Thess. 5, 16-23 stand im Zentrum der Predigt das Unservater / Vaterunser. Die beiden Seelsorger Kunz / Trajkov gestalteten ihren Vortrag im Wechsel lebendig, bildhaft beschreibend und anregend.
Begonnen hat Beatrice Kunz unter anderem mit einer bildhaften Schilderung zu “Dein Wille geschehe“. Es ist tröstlich, den Vertrauenshorizont ausweiten zu können zum Vertrauen auf Gott. Auch ist die Bitte um Vergebung jeden Tag wieder neu wichtig. So können wir Gottes Vergebung annehmen und dadurch frei werden, uns gegenseitig zu vergeben. Christlich gesehen gibt es keinen anderen Weg in die Freiheit, führte sie aus. Diese Freiheit ist es, die uns hilft, vorwärts, statt rückwärts zu schauen. Zum Zusatz des Unser Vater wies Kunz auf zwei Texte zum Thema Dankbarkeit hin: Der erste stammt von Fritz Locher und der zweite ist das Gebet, das von den Vereinten Nationen veröffentlicht wurde.
Josif Trajkov wies aus „Vater unser, der du bist im Himmel“ auf die Frage hin, wo der Himmel ist. Antworten gibt 1 Korinther 3.16 und Augustinus schreibt: „Gott ist das Innerste in mir“. Viktor Frankl, der Begründer der Existenzialanalyse sagt, dass in unserem Unterbewussten vor allem auch das Licht zu finden ist, das Leben selbst! Zum täglichen Brot im Heute führte Trajkov aus, das wir eingeladen sind, in der Gegenwart, im Heute zu leben. Oft befassen wir uns mit den Sorgen der Zukunft. Krankheit, finanzielle Engpässe oder anderes belasten uns. Ängste können sich breitmachen. Oft sind wir mit unseren Gedanken in der Vergangenheit: Dabei kann uns Selbstverdammung zerfressen und unsere Freude am Leben rauben. Gottes Geist, der in uns lebt ist grösser ist als unser Denken, unser Fühlen, als unsere Schmerzen und körperlichen Gebrechen, meint dazu Viktor Frankl.
Die Probsteisänger Wagenhausen verwöhnten die Anwesenden, harmonisch und eindringlich gesungen, mit einigen der schönsten Lieder der Ostkirche, angefangen von Tebepojem (Oh Herr, gib Frieden), bis zu Kol slaven nas (Ich bete an die Macht der Liebe). Ein wunderbarer akustischer Genuss.
Mit dem Abendmahl schloss der abwechslungsreiche Gottesdienst. Und zu guter Letzt tauschte man sich rege aus beim Apéro, der von Alexander Maitland und seinem Team herbstlich dekoriert zum Geniessen angeboten wurde.
Bereitgestellt: 20.09.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch