Adriana Schneider

Herbschte - der schönste Moment im Rebjahr

Vorbereitungsbesprechung —  Besprechung vor dem Ernteeinsatz<div class='url' style='display:none;'>/kg/buchthalen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4214</div><div class='bid' style='display:none;'>40883</div><div class='usr' style='display:none;'>1077</div>

Wimmle, wümme, herbschte - die Traubenlese hat viele Namen. Ein schwieriges Rebjahr findet mit der Weinlese vom Rebverein Rosenberg einen überraschend guten Abschluss!
Ueli Redmann
Perfekt getimt war die Weinlese im Rebberg Rosenberg: die Beeren lugten prall und reif unter der schützenden Kaolinschicht hervor, sassen aber doch so locker am Fruchtstiel, dass kaum Innenfäule drohte. Auch die Kirschessigfliege oder die Wespen hatten wenige befallen. Nur die Füchse hatten sich ihren Teil geholt, wo ihnen die Trauben nicht zu sauer waren. Ein sicheres Anzeichen für einen guten Oechslewert!
Bestens eingeführt und instruiert vom Rebmeister Martin Graf, machten sich die rund 20 Aktiven im prächtigsten Herbstsonnenschein ans Werk. Die jüngeren Beine trugen die vollen Kessel durch die Reihen hinauf. Der durchtrainierte Werner Mettler machte den Bückiträger wie seinerzeit der Peter Räbme alias Albert Bächtold in Wilchingen.
Und im gleichen Mass wie die Lese bei den letzten Reihen nach oben gegen das Ende rückte, näherte sich eine schwarze Gewitterwand. Kaum waren die Trauben alle in der Tonne, die Kessel, Hände und Scheeren gewaschen, da klatschten auch schon die ersten schweren Tropfen herunter und trieben die Rebleute ins Pfarrhaus zum geselligen Beisammensein.
Das Resultat von 350 kg Traubengut mit 87 Grad Oechsle liegt im guten langjährigen Mittel und war nach den Frösten und Hagelschlägen überhaupt nicht zu erwarten gewesen. Da zeigte auch der Himmel seine Freude und malte zum Abschluss einen prachtvollen Regenbogen über Buchthalen.
Bereitgestellt: 20.09.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch