Beat Frefel

Uganda: Im Land der Regenwälder, Savannen und Vulkane

Karin Lüthi<div class='url' style='display:none;'>/kg/buchberg-ruedlingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>5028</div><div class='bid' style='display:none;'>53235</div><div class='usr' style='display:none;'>321</div>

Vortrag der Journalistin Karin Lüthi über Uganda und die Fishermen’s Children School.
Karin Lüthi
Am 5. Juni 2019, 19.30 Uhr, in der Kirche Buchberg Rüdlingen.
Eintritt frei, Kollekte zugunsten der Fishermen’s Children School.

„Uganda? Was machst du denn in Uganda? Ich kenne keinen einzigen Menschen, der jemals dorthin gereist ist.“ Dies fragte mich konsterniert eine Arbeitskollegin, als ich ihr kurz vor meiner Abreise ins ostafrikanische Land von meinen Reiseplänen erzählte. Wie bei den meisten Leuten war auch in ihrem Kopf der Name „Uganda“ verbunden mit den Namen der Diktatoren Idi Amin und Milton Obote, die dort zwischen 1966 und 1986 ihre Tyrannenherrschaft führten. Heute jedoch ist das Land daran, sich für den Prozess einer Demokratisierung zu öffnen. Reduzierte man Uganda einzig auf seine politische Geschichte, würde man diesem vielseitigen, facettenreichen Land ganz und gar nicht gerecht.

Winston Churchill nannte Uganda einst die „Perle Afrikas“. Und eine schimmernde Perle ist dieses Land in seiner ganzen Vielfalt tatsächlich. Zu Unrecht steht es hinter Touristenzielen wie Kenia und Tansania zurück.

Uganda liegt auf dem afrikanischen Grabenbruch, aber mit dem Victoriasee, dem Lake Albert und dem Lake Kyoga auch im Gebiet der grossen afrikanischen Seen. Riesige Berge, tiefe Schluchten und weite Ebenen prägen das landschaftliche Bild. Geologische und klimatische Regionen wechseln sich von Nord nach Süd, aber auch von Ost nach West ab. So gibt es im Süden, am Victoriasee, Palmenstrände, im Südwesten weitläufige Savannen, wo man die verschiedensten Tiere beobachten kann, aber auch von Vulkanen, Bergseen, Regen-, Ur- und Bambuswälder geprägte Gebiete kann man entdecken.

Im Süden und Südwesten Ugandas ist die Heimat der nächsten Verwandten des Menschen, der seltenen Berggorillas, aber auch der Schimpansen und der Golden Monkeys. Auf Trackings zu den Primaten und den verschiedenen Affenarten zwischen den Ruwenzori-Bergen und den Virunga–Vulkanen kommt man diesen Geschöpfen sehr nahe. In den verschiedenen Nationalparks im Südwesten Ugandas kann man in einer vielfältigen Landschaft eindrücklich viele Tiere hautnah erleben.

Als wir für drei Tage Nsazy Island im Victoriasee besuchten, war unser Reiseziel eine Rettungsstation für verwaiste Schimpansen. Daneben blieb Zeit für den Besuch der „Fishermen’s Children School“, die von der Schaffhauserin Gabriele Godenzi 2011 gegründet worden ist und seither von ihr und ihren Freunden betreut wird. Was möglich ist, wenn engagierte und willige Menschen auf ein Ziel hin arbeiten, ist beachtlich.

Am 5. Juni werde ich in der Kirche von Buchberg Rüdlingen in einem Bildervortrag meine Reise in dieses Land am Nil Revue passieren lassen und davon erzählen, was mich am meisten beeindruckt hat. Ausserdem wird Gabriele Godenzi aus erster Hand von ihrem sich weiter entwickelnden Projekt der „Fishermen’s Children School“ auf Nsazy Island berichten.

Im Anschluss an den Vortrag wird eine Kollekte zugunsten der „Fishermen’s Children School“ erhoben.

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Uganda ist ein Binnenstaat im Osten Afrikas. Im rund 240'000 Quadratkilometer grossen Land leben etwa 35 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt Kampala liegt im Süden des Landes, nahe des Victoriasees. Im Norden grenzt Uganda an den Südsudan, im Osten an Kenia, im Süden an Tansania, im Südwesten an Ruanda und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Die Grenzen zu Kenia und Tansania verlaufen zum Teil durch den Victoriasee.

Seit 1986 wird das Land Yoveri Museveni regiert. Die Republik ist ein autoritär geführtes Regime, welches nach der Unabhängigkeit vom Grossbritannien zunächst als Einparteiensystem konzipiert wurde. In jüngerer Zeit hat sich das Land einem Demokratisierungsprozess geöffnet. Auch unter Musevenis Regierung kam es zu Menschenrechtsverletzungen und einer Verwicklung in interne militärische Auseinandersetzungen in den Nachbarländern, dennoch setzte eine gewisse Beruhigung und wirtschaftliche Erholung ein. Seit der Amtseinsetzung von Museveni vor rund 30 Jahren bis vor zwei Jahren bekämpfte die Terrorgruppe „Lord’s Resistance Army“ (LRA) den neuen Präsidenten. Heute hat sich die politische Lage weitgehend entspannt.

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Bereitgestellt: 14.05.2019      
aktualisiert mit kirchenweb.ch