Beringer Seniorenausflug ins Kürbisland

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Am 21. Oktober war es nach langer coronabedingter Pause endlich soweit: der von Ulrike Lüthi und ihrem Begleiterinnenteam perfekt vorbereitete Ausflug zur Juckerfarm in Seegräben am Pfäffikersee konnte stattfinden!
Hansjörg Hasler,
Und das versprach optische und kulinarische Sättigung mit Kürbissen in allen Verarbeitungsformen. Vor dem Start wurden die Covid-Zertifikate aller 52 Passagiere geprüft, dann führte uns am Steuer des Moser-Cars Klaus Geiger, im Erstberuf Pfarrer in Winterthur, auf direktem Weg zum Erlebnishof, der von Familie Jucker in jahrzehntelanger Arbeit mit Leidenschaft und unternehmerischem Geschick ausgebaut worden ist.
Grosse Chamäleon- und Orang-Utan-Plastiken aus Kürbissen säumten den Weg zur Ess-Scheune und den Theken, wo wir uns à discrétion mit Kürbisgerichten in allen Variationen, Desserts und Gertränken bedienen konnten. Gut, dass dabei die Hilfe der aufmerksamen Begleiterinnen beim Transport der vollen Tabletts in Anspruch genommen werden durfte.
Nachher bot sich die Gelegenheit, den Hofladen mit frischen und verarbeiteten Produkten aus den Juckerhöfen in Seegräben und dem Rafzerfeld zu besuchen oder einen Spaziergang durch den Rebberg am See oder den Apfelgarten zu unternehmen. In diesem konnte man sich im Irrgarten aus Säulenobstbäumchen verirren oder durch ein Apfellabyrinth den Weg ins Zentrum finden. Wir sprachen darüber, dass wir in unseren jungen Jahren noch kaum Kürbisgerichte gekannt haben, und heute lachen uns überall Auslagen von bunten Kürbissen an. Einig waren wir uns, dass wir alle geschmacklichen Unterschiede der Dutzenden von präsentierten Kürbissorten nie unterscheiden könnten, aber für unsere Augen waren sie ein Genuss wie die Farben der bunten Herbstlandschaft. Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen dieses schönen und nachhaltig wirkenden Ausfluges beigetragen haben!
Anmerkung: Kürbisse waren schon früher einmal Mode: Nach der Entdeckung Amerikas kamen sie zu uns und waren offenbar in Deutschland so bekannt, dass Martin Luther in seiner Bibelübersetzung den Propheten Jona vor Ninive nicht wie im biblischen Urtext unter einer Rizinusstaude, sondern für seine deutschen Leser unter einer Kürbispflanze auf den angekündigten Untergang der Stadt Ninive warten liess. Der barmherzige Gott liess aber nicht Ninive, sondern bloss die Kürbispflanze des Propheten zugrunde gehen.
Und in einer von Kürbissen bewachsenen Gartenlaube im ostpreussischen Königsberg fand zur Zeit des dreissigjährigen Krieges ein Kreis von Dichtern und Musikern eine Insel des Friedens, wo sie Gedichte und Lieder schufen, die bis heute bekannt sind: «Aennchen von Tharau», «Gott des Himmels und der Erden», «Such, wer da will, ein ander Ziel», «Macht hoch die Tür, die Tor macht weit»
Hansjörg Hasler