Von Skandinavien nach Jerusalem – Sommerserenade des Kirchenchors Beringen

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Was tat Margrit Tenger, die engagierte Dirigentin des Beringer Kirchenchors, als sich im Frühling maximal 15 Personen mit Abstand und Gesichtsmasken versammeln durften?
J.G. Hasler,
Sie teilte den Chor und übte mit einer Gemischten- und einer Frauenchorgruppe ein buntes Serenadenprogramm ein. Es konnte – die Gewitterfronten hatten sich rechtzeitig verzogen - am Abend des 25. Juni im Garten des Kirchgemeindehauses aufgeführt werden .
Zum Einstieg las die Mitarbeiterin Sozialdiakonie Ulrike Lüthi ein bekanntes Juni-Gedicht von Erich Kästner vor: «Aus Gras wird Heu, aus Obst Kompott, aus Herrlichkeit wird Nahrung. Aus manchem, was das Herz erfuhr, wird, bestenfalls, Erfahrung.» Ja, das nach monatelangen Einschränkungen wieder freie Singen wurde an diesem Abend für Singende und Zuhörende eine Herzenserfahrung! Mit Klängen der norwegischen Hardangerfiedel stimmte uns Margrit Tenger auf ein skandinavisches Mittsommerfest ein, und die Frauen besangen die weite schwedische Wälder- und Schärenlandschaft. Freundschaft, Musik und guter Wein waren die nächsten Themen, gefolgt von Mendelssohns Engelsgesang «Hebe deine Augen auf zu den Bergen» und «Bald prangt, den Morgen zu verkünden» aus Mozarts Zauberflöte. Nach einem Schweizer Liedteil, Theodor Fröhlichs frühromantischem «Frühlingsglauben» und drei Liedern von Hans Roelli, leiteten Margrit Tenger mit der Geige und Esther Bollinger am Klavier den israelischen Schlussteil ein. Die wehmütigen und fröhlichen Klezmertänze vermochten sogar jugendliche Zaungäste anzulocken. Jetzt endlich konnten wir Joachim Fingers Wunschlied «Yerushalayim shel zahav» anstimmen, welches von Sehnsucht nach dem goldenen Jerusalem erfüllt ist. Bei seiner Verabschiedung als Gemeindepfarrer an Ostern war uns dies noch nicht erlaubt; als Chorsänger bleibt uns Joachim erhalten. Es ist schön, dass der Kirchenchor nach dem gelungenen Serenadenabend wieder vereint weiter singen darf. Neue Sängerinnen und Sänger sind uns nach den Sommerferien zu den Proben am Dienstagabend willkommen!
Johann Georg Hasler